Die judäischen Amoräer.
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daran anfgegeben*). Aus Noth wollte sich R. Simon ein Empfehlungs-schreiben vom Patriarchen crtheilen lassen, um in einer außerjudäischenGemeinde ein kleines Amt zu finden, das ihn ernähren sollte; alleingerade derjenige, welcher ihn beim Patriarchen empfehlen sollte, wider-setzte sich seiner Auswanderung: „Wie könnte ich es", sprach R. Chanina,„bei deinem Vater jenseits verantworten, wenn ich dazu beitrüge, daßdie edelste Pflanze Judäa's in's nnheilige Ausland verpflanzt werde!" ^).Später scheint er jedoch in Damaskus eine Stelle gefunden zu haben,das aber, zu Syrien gehörig, nicht als Ausland betrachtet wurde.Bei aller tiefen Gesetzeskunde, die er besaß, konnte er nicht dazu gelangen,ordinirt zu werden, weil es dazu an günstiger Gelegenheit fehlte,während Jüngere und Geringere zu dieser Würde erhoben wurden,worüber sich R. Jochanan sehr grämte. R. Abbahu, die ihren Werthverkennende Bescheidenheit, äußerte sich darüber, als er selbst die Weiheerhielt, welche R. Simon vorenthalten war: „Siehe da, Abbahu, dieSchleppe, wird ordinirt, und Simon, das Feierkleid, wird über-gangen!"^). Wie R. Simon auch das Unglück hatte, seine zweiFrauen, die Töchter Samuel's, die er nach einander geheirathet hatte,zu verlieren, ist bereits erzählt. Er sowohl wie sein Bruder R.Chija, von düsterer Gemülhsart wie sie waren, vertraten in derHalacha die strenge Richtung, welche nicht einmal zngeben mochte,daß jüdische Mädchen sich griechische Bildung aneignen sollten, obwohlR. Jochanan selbst es gestattet und gewissermaßen empfohlen hatte^).
Minder bekannt ist Leben und Charakter der beiden Hauptamoräerdieser Zeit, R. Ami's und R. Aßi's. Beide waren Babylonier,erhielten aber in Judäa die Weihen, wobei man sie in rhythmischerRede als Muster anfstellte ^). Nach dem Tode R. Eleasar's b. Padatwaren sie die Oberhäupter des tiberiensischen Lehrhauses und hieltenihre Vorträge in den Säulengäugen ^), welche gewiß noch aus der Zeitder herodianischen Fürsten stammten. Aber diese Räume, welche zurZeit R. Jochanan's vollgedrängt von Zuhörern waren, waren jetztZeugen von der abnehmenden Bedeutung Jndäa's; die lern-begierige Jugend wendete sich nach Babylonien. R. Ami und R. Aßiführten auch nur den bescheidenen Titel „die Richter, oder die geach-teten Ahroniden des heiligen Landes" Z und ordneten sich selbst, iviebereits erwähnt, den babylonischen Autoritäten unter.
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