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Geschichte der Juden.
zurückkehrt" i). Dieser R. Chija, sowie sein Bruder R. Simon, warin der That ein ausgezeichneter Mann, aber eben so arm wie charakter-voll. Nur aus großer Noth ließ er sich diesen Posten vom Patriarchenübertragen, welcher ihm insofern ein Opfer kostete, als er das heiligeLand verlassen mußte, das er aus Vorliebe seiner Heimat vorgezogenhatte. Er wurde eine lange Zeit von der reichen, wohlthätigenFamilie Silvani (Lst-SIIvani ff ans Tiberias unterstützt, indem sieihm als Ahroniden den Zehnten von ihren Ländereien zukommen ließ.Als R. Chija ihr aber einst etwas verboten hatte, was ein andererGesetzeslehrer für erlaubt ausgab, und sie ihn seine Abhängigkeit vonihrem Zehnten empfinden ließ, nahm er sich vor, von Niemand mehrZehnten anzunehmen, und um der Versuchung zu entgehen, beschloßer Judäa zu verlassen ff. Durch die Vermittelung des R. Eleasarb. Padat, des größten Amora's nach dem Tode R. Jochanan's, denman, obwohl ein Babylonier, die Autorität von Juda nannte, erhieltR. Chija vom Patriarchen jenen Posten als Sendbote. In diesemAmora tritt zuerst die seltsame Erscheinung auf, welche später all-gemeiner geworden, und die nachtheiligsten Folgen hatte. R. Chijab. Abba hatte sich nämlich so sehr in die mündlichen Lehren vertieft,daß er die Kenntniß der schriftlichen, der Bibel, darüber vernachlässigte.Als er einst befragt wurde, warum im ersten Dekalog das Wort„gut" nicht vorkomme, erwiderte er: „Kaum weiß ich, ob dieses Wortüberhaupt an dieser Stelle vorkommt" ^).
Sein Bruder Simon b. Abba war einer jener Unglücklichen,welche vom Geschicke ansersehen scheinen, an Nadelstichen zu verbluten.Seine Tugenden rühmte R. Jochanan, sein Lehrer, mit den Worten-„Wer von den Thaten des Erzvaters Abraham keinen Begriff hat,kann sie an Simon kennen lernen". Aber er war so arm, daß manauf ihn den oft bewährten Ersahrungssatz des Predigers: „der Weiseist brodlos" anwenden konnte ff. Trotz der drückenden Armnth warer zu stolz, Almosen anznnehmen, und seine Freunde mußten auf eineList sinnen, ihm irgend eine Unterstützung zukommen zu lassen. R.Eleasar b. Padat ließ einst scheinbar ganz absichtslos ein Goldstückfallen, und als es ihm R. Simon, der, hinter ihm gehend, es gefundenhatte, überbrachte, behauptete jener, er habe sein Eigenthnmsrecht
ff cksrn8. ObaZ-iZ-a I. p. 76. ä. Xsäarim XI. Ende,ff Vergl. cksrns. Uorajot III. o. 18. a. Osnesis Labba e. 63.ff Das. gebsbiit III. x. 56. b. Ua'aWsr 8obsni V. 5. Ans.ff Uaba Lama 56. a.
ff Uikllnrim Ende. Sein Name lautet hebräisch -n nvree- und gräcisirtNerv, was der Verfasser des miiin iio übersehen hat.