Diocletian.
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letzten Jahren seiner Regierung (303 — 305) erlassen hatte, trafdie Juden nicht, obwohl die Samaritaner merkwürdiger Weise nichtdavon verschont blieben'). Doch scheinen Feinde und Neider derJuden Diocletian gegen dieselben einzunehmen bemüht gewesen zusein. Man hinterbrachte dem Kaiser, daß die Umgebung desPatriarchen sich über seine niedrige Herkunft und seinen ZunamenAper (Eber) lustig gemacht hätte. Dieser Zuname war nämlich eineschwache Seite des Kaisers. Jene Nachricht kann mithin auf einemFactum beruhen, wenn sie erzählt, der Kaiser habe ans Empfindlichkeitden Befehl ertheilt, der Patriarch mit den angesehensten Juden solltenSabbat Nachts bei ihm in Paneas, ungefähr fünf Meilen vonTiberias, eintreffen. Der Befehl sei ihnen aber erst Freitag spätzugestellt worden, so daß sie in der verzweifelten Alternative waren,entweder die Reise am Sabbat zu unternehmen, oder dem kaiserlichenBefehle ungehorsam zu sein. R. Juda war gerade im Bade, als erden Befehl empfing. Mißmuthig und rathlos, wie er war, fand erdie plumpen Scherze des Spaßmachers, welcher die Badenden zubelustigen Pflegte, sehr lästig. Der Spaßmacher hieß aber den Naßifrohen Mnthes sein, und machte sich anheischig, ihn sowie seineBegleiter zur rechten Zeit nach Paneas zu befördern; auch soll ersie wirklich in der Dämmerung des Sabbats an Ort und Stelle ge-bracht haben. Diocletian, von ihrer unerwarteten Anwesenheit über-rascht, befahl ihnen, ehe sie bei ihm zur Audienz erschienen, mehrereTage Bäder zu gebrauchen. Dies sollte ein Spott auf die den Judenvorgeworfene Unsauberkeit sein. Dann vor den Kaiser geführt, sollder Patriarch und seine Begleitung dem Kaiser ihre Treue und An-hänglichkeit betheuert und ihn überzeugt haben, daß sie ungerecht ver-leumdet worden seien, worauf Diocletian sic gnädiglich entlassen habe
>) Isrns. ^doäs. 8a.ru V. p. 44 ä. e. Die Stelle ist interessant: asvo 'pa-,w'nw p2vv .n'ii' pror n'vm iw a.wm au naai nabu omu'fiva p'iw aa
Das ist wohl das Edikt, von dem Eusebius äs martz-ridus UalassUua 0 . 3. be-richtet: äe Hovs — 303 — 304)
/Hao-I-xri-v, ev xnAoI-xrä Trcivrocc; 7r«v9^k«l roü? x«i'«
Trolrv Aüe-V xae rlül-Ioe? LXklkiikT'o. Aus der Angabe des äsrus.
sehen wir, daß die Juden von diesem Edikte ausgenommen wurden. Die Zeit-angabe „als Diokletian hier her (nach Palästina, Syrien) kam", ist übrigensungenau, da dieser Kaiser nur während des persischen Krieges in Syrien war207 — 298. Im eigentlichen Palästina scheinen ihn die Juden nicht gesehen zuhaben, s. Isrns Lsrasdot III. p. 6. a. Uasir 56. a. p'bo ar
w:uan 2 aira n'ia'p bv porr> na»! aa 'aa pvn nr.aa. Die Parallelstelle istwohl d. Lsraedob 19. li. nmau w: bp u".a P.W 12 , aber ein anderer Name. NachUusebius vita Eonstautiui I. 19. war Diokletian auch in Cäsarea.