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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

Vergnügen und dein Müssiggnnge fröhnten. Als Levi b. Szißi dieHnlachn aus Judäa nach Nahardea brachte, daß Frauen am Sabbatgoldene, mit Edelsteinen besetzte Kopfbinden tragen dürfen, fanden sichnur vierundzwanzig Frauen dieser Stadt, welche davon Gebrauchmachten, während in Machnza aus einem einzigen Quartier achtzehnFrauen sehr kostbare Kopfbinden anlegten st, Die Nähe der parthischenHauptstadt Ctesiphon und ihre Wohlhabenheit hatte loohl Einfluß aufden Hang nach Luxus und die Lebensweise der Machuzaner. Auchdiese Königsresidenz und das nahe neuerbaute Ardschir waren reichlichvon Inden bevölkert. Der ganze babylonische Landstrich glich wegender vielen Kanäle einer Jnselflnr, und mit seiner wunderbaren Frucht-barkeit einem umfangreichen Garten. Dattelwälder gab es in sounzähliger Menge, daß man sprüchwörtlich von den Babyloniern sagte:Ein Korb voll Datteln um einen Denar, und sie sollten sich nichtmit dem Gesetzesstndium befassen!" Die Beschäftigung der babylo-nischen Inden war Ackerbau, Handwerke aller Art und, was besondersin einem von Kanalbewässernng abhängigen Lande natürlich ist, siegruben und reinigten Kanäle, auch betrieben sie Viehzucht, Handel,Schifffahrt und einige Künste").

Die große Anzahl gab den babylonischen Juden eine gewissepolitische Selbstständigkeit, und sie fühlten sich in diesem Lande, wiein einem eigenen Staate. Das Verhältnis) zu den Landesherren warein sehr loses und bestand darin, daß sie gewisse Abgaben, Kopfsteuer(OimrsA) und Grundsteuer (ll'aslra) zahlten; cs gab damals noch vielherrenlosen Boden in der Euphratgegend, und wer sich anheischigmachte, Grundsteuer davon zu zahlen, durfte sich ihn aneignen st.Dafür hatten sie aber ihr eigenes politisches Oberhaupt, welchesExils für st (Exilarch, Lasob-Kaluta) genannt wurde; derselbe wareiner der Würdenträger des persischen Reiches und nahm auf derStufenleiter der Persischen Großen den vierten Rang nach dem Königeeinst. Seine Stellung zu den persischen Königen war dem Lehns-verhältnisse ähnlich. Die Resch-Galutas waren Vasallen der persischenKrone, wurden aber nicht von der Krone gewählt, sondern nurbestätigt. Ihre Würdenzeichen waren ein seidenes Obergewand undein goldener Gürtels; in späterer Zeit waren sie mit fürstlichem

st Labbai 33. a. 59. b.

2) Llosü Laian 4. a. b., 11. a. Oiitiu 9. a., 60 b. Laba Laira 73. a.Laba Lama 119 a.

st üobamoi 46. a. Laba Zlsma 73. b. 108. a, Laba I3aira 55. a.

st Lobsbnoi 6. a. .Isrns. das. I. Anfang.

st Labbai 20. b. Lorajoi 13. b.