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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Das jüdische Babylonien.

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deine Herberge" - Sechzehn geographische Meilen (22 Parasangcn,

karsa), südlich von Pnmbadita lag die Stadt Ma ta - M e ch a s s i a.Ihre Lage war an einem umfangreichen See Snra, welcher eigentlichder Euphrat war, der in der tiefliegenden Gegend eine solche Aus-dehnung nahm; von diesem See führte auch die Stadt den NamenSnra2). Hier wohnte eine gemischte Bevölkerung von Inden undNabatäern^). Die Gegend um Snra gehörte zu den fruchtbarsten desLandes, wegen ihrer tiefen Lage trat der Euphrat mit seinen Neben-flüssen und Kanälen alljährlich aus, und die Ueberschwemmnng erzeugteeine egyptische Fruchtbarkeit^). Wie Pnmbadita durch glänzende Ge-bäude und den schlauen Bolkscharakter, so zeichnete sich Mata-Mechajsiadurch Aermlichkeit und Redlichkeit seiner Bevölkerung ans; das Sprüch-wort bestimmte das Verhältnis beider zu einander:Es ist besser aufdem Düngerhaufen Mechassia's als in den Palästen Pnmbadita's zuwohnen" b). Mit diesen drei Enphratstädtcn Nahardea, Pnmbaditaund Mata-Mechassia wetteiferte eine vierte, Machuza am Tigrisgelegen, kaum drei Meilen von Ctesiphon, der Hauptstadt der Parthcr,entfernt. Machuza, auch Machnza-Malka (illaoAn-Llalka), von demKönigskanal (Radar mallen), der in der Nähe in den Tigris fließt,genannt, lag ans einer Anhöhe, durch zwei feste Mauern und einentiefen Graben geschützt o). Es hatte in der Nähe eine Burg, Akradi Cache genannt^), die eine Schutzwehr für die Hauptstadt Ctesiphonwar. Trotz der Wichtigkeit, die Machuza mit der Burg für die regie-renden Parthcr und Perser hatte, war es doch durchaus von Judenbewohnt, und ein Amora wunderte sich, daß dessen Festnngsthore nichtmit vorschriftsmäßigen Thürkapscln versehen waren ^). Die angesehenstenmachnzanischen Familien stammten von Proselyten her"); daher hattensie einen eigenen, von der übrigen jüdischen Bevölkerung Babyloniensabweichenden Charakterzng. Sie werden als sehr leichtsinnig geschildert,dem Wohlleben und den Genüssen ergeben, mehr dem Weltlichen alsdem Göttlichen zugewcndet; man nannte sie deswegenHüllenkandi-daten" "h. Bon den machnzanischen Frauen wird erzählt, daß sie dem

y 6l>nliu 127 b.

2) Vergl. Ritter Erdkunde Th. X. S. 205 und 267.

°y Leraelwt 19. b.'

TÄruüt 3. a. und 2l,rnob das.

Lerltot 6. n.

0) Xmmiauns NarosUiuns XXIV. 42.lomn 11. n.

°) Daselbst.

") lüclusobin 73. a.

i") llaanlt 26. a. Loseb bn-8ebnuab 17. a. 8abbat. 109. a.