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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Das Erlaßjahrgesetz.

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folgenden Worten:Wir genießen weder das Glück der Frevler, nocherdulden wir die Leiden der Gerechten"').

Ein religiöses Gesetz, welches derselbe R. Janna'i in dieser Zeitsich veranlaßt sah aufzuheben, beweist wenigstens, daß .die JudenPalästina's damals nicht allzugünstig gestellt waren. Sie mußten nämlichauch im Erlaßjahre von dem Ertrage der Ernte die Abgaben anNaturalien für das stehende Heer^) liefern. Bis dahin waren sie nacheiner alten Begünstigung, welche von Julius Cäsar herrührte, in jedemsiebenten Jahre von dieser Lieferung befreit, weil es in diesem gesetzlichenBrachjahre keine Ernte gab. In Folge dieser gebieterischen Forderung,wahrscheinlich während Caracalla's parthischen Feldzuges (216, geradein einem Erlaßjahre) ließ R. Jannai, die Autorität jener Zeit, bekanntmachen, daß es fortan gestattet sei, im Erlaßjahre die Felder anzn-banen^). Besonders hervorgehoben wird dabei der Umstand, daß dasGesetz des Erlaßjahres nur deswegen übertreten werden dürfe, weilnicht die Aufhebung desselben, sondern nur die Steuerlieferung gefordertwerde. Ein Judenchrist scheint sich über diese Gefügigkeit der Indengegen die römischen Machthaber lustig gemacht zu haben. Einebesondere Vorliebe für die Juden hatte der jugendliche KaiserElegabal^) ehemaliger Priester des Sonnengottes in Emesa, denseine schlaue Großmutter Mäsa als Sohn Caracalla's untergeschobenhatte durchaus nickt, wenn auch der Schein dafür spricht. Dieserlebendige Inbegriff aller Laster, welcher die römische Welt vier Jahre(218 222) schändete und den geschichtlichen Beruf gehabt zu habenscheint, das heidnische Götterthnm und das römische Cäsarenthum anden Pranger zu stellen und Jedermann von dessen Verwerflichkeit zuüberzeugen hat nämlich in seinem methodischen Wahnsinn manchesgethan und thun wollen, was sich wie jüdisch ausnimmt. Er ließ sichnämlich beschneiden und kein Schweinefleisch, aber nur im Diensteseines Sonnengottes5). Er beabsichtigte den Cultus der Juden,Samaritaner und Christen in Rom öffentlich einzuführen, aber lediglichuntergeordnet seinem Sonnengotte Baal6). Während der Zeit dieserbeiden Kaiser Caracalla und Elegabal hatten die jüngeren Zeitgenossen

st Vbol IV. 17. st -Mi» d. h. annona.

st gMbsärtu 26. a. Isrns ^obsbüt IV. p. 35. a. g^nbsclrtu III. x. 21. b-Der damalige Patriarch R. Gamaliel III. scheint nicht so weit gehen zu wollenund nur die Pflngzeit bis zum Eintritt des Erlassiahres verlängert zu haben,nach lloscl Latau p. 3. b.

st Eigentlich Ulbaal oder kZIbaZal von dem Namen des Sonnengottesl»; das r g ausgesprochen uns permutirt Kuba! für HuKuI.st Oto Ou88tus 79. 11. liUMpriäins in UslioZ'abalnm o. 7.st I-amxriäins das. o. 3.