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Geschichte der Juden.
ein Nahetreten seiner Würde verzieh. Des Betrugen, welches er ansdem Totenbette seinem Sohne einschärfte: die Schüler mit strengemErnste zn behandeln>), beobachtete er selbst während seiner Wirksam-keit. Unter den vielen Babyloniern, welche in das Lehrhans vonSepphoris geströmt waren, befand sich auch ein ausgezeichneter JüngerR. Chija (abgekürzt von Achija), welchen die Zeitgenossen wegenseiner Geistesgaben, seines heiligen Wandels und seiner unermüdlichenThätigkeit zur Verbreitung der Lehre unter das Volk nicht genugrühmen können. R. Juda selbst schätzte ihn sehr hoch und sagtevon ihm: „Von weiter Ferne kam mir der Mann des Rathes." stDennoch verzieh der Patriarch diesem R. Chija nicht einmal einengeringen Scherz. R. Inda hatte sich einst gegen ihn geäußert: „Wennder Exilsfürst Huna nach Judäa käme, so würde ich zwar die Selbst-verleugnung nicht so weit treiben, ihm meine Würde abzutreten, aberhoch verehren würde ich ihn, weil er ein Abkömmling David's inmännlicher Linie ist, während meine Familie nur in weiblicher Linievon königlichem Blute stammt." Als derselbe Fürst Huna sich nachseinem Tode nach Judäa bringen ließ, erlaubte sich R. Chija gegen denPatriarchen den Scherz, zn bemerken: „Huna kömmt an." Bei diesenWorten verfärbte sich R. Juda, und als es sich herausstellte, daß nurvon der Leiche des Exilsfürsten die Rede war, ahndete er an R. Chijaden Scherz damit, daß er ihn auf dreißig Tage aus seiner Gegenwartverwies st. Ein andermal strafte er R. Chija ans dieselbe Weise, weiler, im Widerspruch mit des Patriarchen Bestimmung, ans freierStraße Lehrvorträge gehalten hattest. Ebenso empfindlich zeigte ersich gegen seinen Jünger Simon bar-Kappara. Dieser verband mittiefer Eindringung in das Halachastudinm dichterische Begabung undfeine Satyre; er ist der einzige hebräische Dichter aus jener Zeit, soviel bekannt ist. Die wenigen Ueberblcibsel der Bar-KapparischenMuse zeigen eine gewandte Handhabung der hebräischen Sprache inverjüngter Gestalt und in ursprünglicher Reinheit und Kraft; er hatteFabeln gedichtet, von denen jedoch keine Spur erhalten ist. Bei einerfröhlichen Zusammenkunft hatte sich einst der witzige Bar-Kappara einenSpaß gegen den reichen, aber unwissenden und eiteln Schwiegersohndes Patriarchen mit Namen Bar-Eleasa erlaubt. Alle Anwesendenhatten Fragen an R. Juda gerichtet, mit Ausnahme des beschränktenBar-Eleasa. Bar-Kappara ermunterte ihn ebenfalls zn einer solchenund flüsterte sie ihm in Form eines Räthsels zu. Dieses Räthsel,
st Lstubot 103 b. st Usnaobot 88. b.
st llorus. Lllaim IX. x. 32. ö. st LlosL Latan 16. b.