Die Christen.
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„Wer auf dem Dache des Hauses ist, steige nicht hernieder, etwas
„aus dem Hanse zu holen, und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht
„um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwängern und Säug-lingen in jener Zeit. Betet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im
„Winter oder am Sabbat" st.
Es lag daher den Christen beider Zweige viel daran, sich auchpolitisch als eine besondere, von den Inden getrennte Religionsgenossen-schaft anerkannt zu wissen, und nicht in das Verhängniß der Indenhineingezogen zu werden. Zwei Kirchenlehrer, Quadratus undAristides, sollen dem Kaiser Hadrian eine Schutzschrift überreichthaben, worin sie dargethan, daß das Christenthum keinen Zusammen-hang und keine Solidarität mit dem Jndenthnme h'abe^). Von dieserZeit datirt sich' die Vereinigung uno Verschmelzung der meisten jnden-und heidenchristlichen Sekten. Die Judenchristen gaben die jüdischenGesetze ans, welche sie bisher noch immer beobachtet hatten, nahmenden dogmatischen Inhalt des Christenthums an, wie er sich unter denheidenchristlichen Anschauungen ausgebildet hatte, und stellten zumBeweise ihres innigen Anschlusses zum ersten Mal einen unbeschnittcnenBischof Marcus an die Spitze ihrer Gemeinde^). Von der hadria-nischen Zeit an hörte jede Verbindung zwischen Juden und Christenvollends auf, und sie standen einander nicht mehr als feindliche Gliedereines und desselben Hauses, sondern als zwei getrennte Körperschaftengegenüber. Da die Christen später Gnade vor Hadrians Augen ge-funden hatten, so traten auch Juden zu ihnen über, um doch wenigstensetwas vom Jndenthnme beibehalten zu können, da die Ausübung desGesetzes ihnen verwehrt war.
st Siehe Note 15. ") Lnssbins lnstoria eeoles. IVi 3.
st Das. III. 35.