Das Buch Tobit.
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gangen und mußte entfliehen, und nun begräbt er wieder dieLeichen"). Dieselbe Gefahr traf ihn zwar nicht zum zweiten Male,aber ein anderes Unglück, eine Plötzliche Erblindung durch einenSperling, dessen warmer Koth ihm bei der Beschäftigung mit derLeiche ins Auge gefallen war. Die Aerzte bemühten sich vergebens,seine Angcnkrankheit zu heilen. Tobit war dadurch so herunter-gekommen, daß er von seinen Verwandten erhalten werden und seineFrau für Lohn arbeiten mußte. Wie Hiobs Frau warf sie ihm seineFrömmigkeit und Mildthätigkeit vor und fragte ihn lästerlich: wodenn der Lohn derselben bliebe!
Tobit bleibt nicht unerschüttert von seinem Mißgeschick, er istaber ebenso sehr von dem Elende, das sein Volk betroffen, betrübt:„das Plünderung, Gefangenschaft, Tod und Schmähung preis-gegeben ist"). Er erkennt zwar Gottes gerechtes Strafgericht, alsFolgen der Sünden an, wünscht sich aber doch den Tod. Gotterhört aber sein inbrünstiges Gebet und sendet den Engel Raphaelihn zu heilen und zu gleicher Zeit ein unglückliches Mädchen vonGram und Schmährede zu befreien. Sara, die Tochter R a g u e ls,in Ekbatana, eine gottesfürchtige Jungfrau, verlor nach einandersieben Bräutigame in der Brantnacht. Asmodat, der böse Geist,hatte sie getödtet. Ihre Eltern waren darüber verzweifelt, die Diener-schaft beschuldigte sie, daß sie die jungen Männer der Reihe nacherdrosselt hätte, sie selbst war sich zur Last, wünschte zu sterben undmachte sich ebenfalls in einem inbrünstigen Gebete Luft. Tobiterinnert sich, daß er bei einem Verwandten in Rhaga'i zehn Talentehinterlegt hatte, sendet seinen Sohn dahin, sie einzufordern und be-fiehlt ihm, sich einen Reisegefährten für den weiten Weg zu suchen.Tobias findet den Engel Raphael, der sich ihm unter menschlicherGestalt als Genosse zugesellt. Unterwegs am Tigris finden sie einenFisch und der Engel räth ihm, dessen Herz, Leber und Galle gutaufzubewahren. In der Nähe von Ekbatana befiehlt ihm Raphael,in das Haus Raguels cinzukehren, der ein entfernter Verwandterseines Hauses sei, und um dessen Tochter Sara zu freien, die ihmseit Ewigkeit zur Frau bestimmt sei. In der Brautnacht mit ihrsoll er nur getrost Asche von Räucherwerk auf Herz und Leber desFisches legen, davon wird der böse Geist Asmodai entfliehen, umnimmer wiederzukehren. Er möge aber nicht vergessen, in derBrautnacht zu Gott zu flehen. Tobias thnt, wie ihm befohlen,und erhält Sara zur Frau, deren Brautgemach vom Dämon be-
r) Dobit. 2. 8. 2) Das. 3. 4.