Schändung der Leichen.
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die eben Eingeweihten zur schnellen Flucht zu ermahnen; sie mochtenihn aber nicht in der Noth verlassen. Erst auf sein wiederholtesDrängen flohen sie; die Häscher fanden nur den Greis, der ohneWiderstand seinen Körper den Todesstreichen preisgab. Durch300 Lanzenstiche sollen sie ihn wie ein Sieb durchlöchert Habens.— Man wagte nicht einmal ans Furcht vor Rnfns' BlutregimentR. Inda b. Baba die übliche Gedächtnißrede zu halten^).
Von den übrigen Märtyrern dieser Zeit ist weder Name nochVeranlassung ihres Todes mit voller Gewißheit zu ermitteln. Mannennt noch als solche R. Tarphon oder R. Elcasar Charsanah, R.Josä, Simon b. Asai, R. Eleasar b. Schamuah und R. Juda ha-Nachtom^), doch offenbar nur, um die überlieferte Zahl zehn zu ver-vollständigen; denn einige der Genannten waren noch im nachhadria-nischen Zeitalter am Leben. Der Tod des R. Juda ha-Nachtomsoll unter eigenen Umständen erfolgt sein. Ein Jude, Bar-Kufiagenannt, habe sich als Römer verkleidet, unter die Richter zu mischengewußt, um das Leben des Angeklagten zu retten. Doch sei die Listverrathen und Bar-Knfia sammt seinem Schützling dem Henker über-liefert worden^). So endete das zweite Tanaiten - Geschlecht, dasreich war an großen Charakteren, reich an hervorragender Geistes-thätigkeit, aber auch reich an Erschütterungen und Leiden.
Nicht bloß gegen die Ueberlebenden, sondern auch gegen dieGefallenen im Betar'schen Kriege richtete sich Hadrians oder Rufus'Grausamkeit. Die aufgehänften Leichname durften nicht unter dieErde gebracht werden, damit ihr grausenerregender Anblick denLebenden zur Warnung dienen sollte, nimmermehr an die Befreiungvom römischen Joche zu denken. Das Bestatten der gefallenenHelden war bei schwerer Strafe verboten °). Um die Verpestungder Luft und die Betrübung der Gemüther, welche durch das Liegen-lassen der Leichen in der Sonnenglnth herbeigeführt wurde, kümmertensich die Machthaber wenig, oder vielmehr es war ihnen gerade recht,zu den bereits über die jüdische Nation verhängten Gräueln nochdie Pest und den Stumpfsinn hinzuznfügen. Für weiche, frommeGemüther war aber der Gedanke unerträglich, die Hülle der Ge-fallenen, welche die jüdische Sitte besonders zu ehren Pflegte, demFräße wilder Thiere und Vögel und der Verwesung im Anblicke derSonne ausgesetzt zu sehen. Es scheint, daß ein Frommer den Heber-st Lzmbsäriu 14. a. st Das. 12. a.st Aitlraeeb ckArsiii a. a. 0. Uliäraseü zu Psalm 9.st Märaseb zu Psalm das. ckalünt zur Stelle; hier richtig ;r.st S. Note 17.