Münzen damaliger Zeit.
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Bar-Kochba Münzen (Uu'cit-Oosbiot, Autbsa bsn Oosiba) anchRevolntionsmünzen (rVlatboa solls-waimä). Es scheint, daß eszweierlei solcher Bar-Kochba-Münzen gegeben hat. Römische Münzenfrüherer Kaiser und anch aus Trajans Zeit wurden so nmgeprägt,daß über die römische Prägung die jüdische gestempelt wurde. Dasjüdische Gepräge trug den Charakter derjenigen Münzen an sich, welcheSimon wohl kurz vor der Tempelzerstörung schlagen ließ und hattegleich diesen althebräische (samaritanische) Schriftzüge. Die Emblemeauf den nmgeprägten Bar-Kochba-Münzen sind entweder eine Wein-traube oder ein Palmzweig (beides Sinnbilder des jüdischen Volkes),oder zwei Trompeten (Sinnbilder des Priesterthums), oder endlicheine Lyra (Symbol für Lobgesang), und die Inschriften lauten aufgleiche Weise: „Simon" „zur Freiheit Jerusalems" (Io - Olwrut-Üsru-selmloiw) als Ergänzung zur Jahreszahl. Diese umgestempeltenrömischen Münzen nehmen sich mit ihren gemischten Schriftzügen,Althebräisch und Lateinisch oder Griechisch, ganz cigenthümlich aus.Eine dieser Münzen zeigt den Trajanskopf noch ganz deutlich*). DieseUmstempelung veranschaulicht auf das lebendigste die leitenden Ge-danken jener Kämpfe: Judäa in ihrem Hochgefühl sich aufrichtend,feiert die Freiheit Jerusalems, die es dem freiheitsmörderischen Romabgernngen hat. Ohne Zweifel beschränkte sich der Führer des Volkesnicht auf diese Umprägnng, sondern ließ auch selbstständige Münzenschlagen, welche denselben Stempel Simon zur Freiheit Jerusa-lems mit denselben Verzierungen trugen.
Trotz des tiefen Hasses der Inden gegen die Römer übten siean ihren Feinden, welche in ihre Hände gerathen waren, keinerleiWiedervergcltung. Die heidnischen Quellen deuten auch nicht einmalmit einem Zuge an, daß die Juden an den Römern irgendwie Rache
*) (lieber die dieser Zeit zugehörigen Münzen s. Bd. III 4. Aufl. die ein-gehende Note 3V. Nach der von Graetz dort entwickelten Ansicht würden von denvielen Simon-Münzen nur diejenigen dieser Zeit angehören, welche auf dereinen Seite diesen vollen Namen oder row ohne das Epitheton n'au undauf der anderen Seite die Prägung oder mini» ganz oder
abgekürzt tragen. Unter Simon oder proa- versteht Graetz nicht den Bar-Kochba.Leider hat Gr. uns darüber im Dunkeln gelassen, welche Münzen er unter denim Dosspüta Naassr - sobsin o. I. und llsrus. das. x. 52 ä. ermähntennemo oder rwnw p pro -wM verstanden wissen wollte. Das Wort proim Isrus. beweist, daß die Ben-Kosiba-Münze nicht die einzige Aufstandsmünze(a-ML- gewesen, daß sie vielmehr nur eins unter anderen war. In derülosspüta werden auch zwei Arten von Münzen als mir- poi-u bezeichnet, undzwar mrri orow ni>- 2 . Doch dürfte man unter den jerusalemischen
Münzen diejenigen verstehen, welche auf der einen Seite anstatt des Namenseiner Person das Wort als Prägung haben. Vergl. Schürer I. 64Ü ff.)