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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Geschichte der Juden.

oft zusammen genannten Nachbarstadt Schefaram'), zwischen Accound Safet gelegen, wurde Synhedrialstadt. R. Jsmael wird unterdenen genannt, die nach Uscha ansgewandert waren I Hier erließdas Synhedrin einige Verordnungen von hoher sittlicher und geschicht-licher Bedeutung, die unter dem Namen Verordnungen von UschasNobsnot Usolm) Gesetzeskraft erhalten haben ch. Eine derselben be-stimmte, daß der Vater gesetzlich gehalten sei, seine unmündigen Kinderzu ernähren und zwar Knaben bis znm zwölften Jahre und Mädchenbis zu ihrer Verheiratung; bisher war die Sorge für die Kinder demElterngefühl frei überlassen. Eine andere Verordnung bestimmte, daß,wenn ein Vater seinem Sohne sein ganzes Vermögen bei Lebzeitenüberlassen hatte, derselbe stillschweigend verpflichtet sei, seinen Vaterund dessen Frau zu erhalten. Eine dritte beschränkte die maßloseVertheilung der Güter zu wohlthätigen Zwecken, welche in dieser Zeitstark überhand genommen hatte. Diese Verordnung setzte fest, daßnicht mehr als der fünfte Theil des Vermögens verschenkt werdendürfe. R. Jsebab, der später den Mürtyrcrtod starb, war im Be-griff, sein ganzes Vermögen unter Arme zu vertheilen; aber R. Akibaverhinderte es mit Hinweisung ans jene Verordnung. Ein Beschlußvon Uscha scheint eine Reaktion gegen Gamaliels Bannstrenge erzieltzu haben. Er bestimmte, daß kein Mitglied des Collegiums fortanin den Bann gelegt werden dürfe, er müßte denn geradezu das ganzeGesetz verhöhnen und anfheben, wie der König Jerobeam^). DieserUmstand beweist, daß die Einheit des Gesetzes bereits derart befestigtwar, daß man von der Meinungsverschiedenheit- und den auseinandergehenden Lehrweisen nicht mehr, wie früher, eine tiefergehende Spal-tung zu fürchten hatte; man fühlte nur die Härte, welche darin lag,über Genossen den Baun zu verhängen und sie von der Betheiligung«am Lehrhause auszuschließen. R. Josua mochte wohl zu diesem Be-schlüsse beigetragen haben.

Das leidliche Verhältniß zwischen dem Kaiser Hadrian und de»Juden dauerte nicht viel über ein Jahrzehnt, es war kein natürliches..'Jener konnte es nicht vergessen, daß er gezwungen worden, dieser ver-achteten Nation Zugeständnisse zu machen, und diese konnten es nichtwerschmerzen, daß er wortbrüchig gegen sie geworden und sie um ihre

>) Jetzt 8oüsta-L.mar nach demselben und Robinson das. III. S. 883.

2) Laba Latra x. 28. vergl. Uiclcla x II. b. pii- 12 '2

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ch Lstndot 49. 50. Isrns. Lstnb. IV. p. 28. b. Lloscl Latau III. 8. 1. b.L»M das. 17. a. Labbat 15. d.

ch Ickosä Latsn das.