R. Gamaliels Tod.
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R. Josna war in der hadrianischen Zeit der Hauptführer desVolkes und scheint auch das Patriarchat verwaltet zu Habens dennR. Gamaliel war wohl im Anfang der hadrianischen Regierung bereitsgestorben. Die Ehren, die seiner Leiche erwiesen wurden, bewiesen,wie hoch er in der Volksmeinung stand. R. Josna und R. Eliesermit ihren Jüngern hielten Trauer um ihn"). Der Proselyt Akylasverbrannte nach alter Sitte, wie bei königlichen Leichenbegängnissen,Kleider und Möbelstücke im Werthe von siebzig Minen (ungefähr150 Thaler). Als man ihm diese Verschwendung vorwarf, erwiderteer: „R. Gamaliel ist mehr werth denn hundert Könige, an denen dieWelt nichts hat" ^). Von diesem Gepränge stach die Einfachheit derLeichenkleider ab, welche R. Gamaliel selbst vor seinem Tode aus-drücklich für sich angeordnet hatte. Es war nämlich bis dahin Sitte,die Leichen in kostbaren Kleidern zu bestatten, ein Aufwand, der denUnbemittelten so schwer fiel, daß Manche öfter ihre verstorbenen Ver-wandten im Stiche ließen, um sich den Unkosten zu entziehen. Umdiesem Aufwande zu steuern, verlangte R. Gamaliel in seinem letzten
Willen, daß man ihn nur in einfachen weißen Leinen bestatten sollte.
Von der Zeit an wurde der Brauch einfacher Leichenbestattung Sitte,und die dankbare Nachwelt pflegte beim Leichcnmahle einen Trost-becher mehr zum Andenken an R. Gamaliel zu leeren^). Er hinter-ließ einige Söhne: doch scheint der ältere, Simon, noch zu jung zurUebernahme des Patriarchats gewesen zu sein, deswegen verwalteteWohl R. Josna dieses Amt als Ab-bet-din (Stellvertreter). R. Josnawollte nach R. Gamaliels Tode manche Gesetzesbestimmungen wider-rufen, welche durch dessen Autorität eingeführt wurden; dagegen
widersetzte sich R. Jochanan b. Nuri und zog die meisten Tanaiten
auf seine Seite st. — Auch sein Mitpräsident R. Eleasar b. Asariaund sein Gegner R. Elieser scheinen in der hadrianischen Regierungs-zeit nicht mehr am Leben gewesen zu sein. — Es ist kaum daran zuzweifeln, daß nach R. Gamaliel's Tod das jamnensische Synhedrinnach Ober-Galiläa answanderte; Usch a st, iu der Nähe der mit ihr
st Das. und Brief Hadrians an Servianus bei Vo8pisens in Latnrninnmdaselbst.
st Uosci Latan 27. a. Isrns. das. III. p 83. a. Hier sehlt mit Rechtdas Epitheton „der Alte", welches im Babli steht.
st I'osilba Labbat: v. 8. .^bocla Lara 11. a. Lemaebot o. 8. An allendiesen Stellen ist dasselbe Epitheton „der Alte", als wenn sich diese Thatsacheauf den altern N. Gamaliel bezöge, ein augenfälliger Abschrcibefehler.st Dosilta Uiääa Ende. Lstubot 8 b. st Urubin 41. a.st Jetzt Ui-Us nach Schwarz, Palästina S. 9V und Kieperts Karte zu Robin-sons und Smiths Palästina.
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