Das Buch Judith.
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leicht hinderu '). Der Hohepriester uud der Rath der Alten schreibendaher an die Bewohner von Bethlna und Bethomastaim, beide in dergenannten Ebene, den Engpaß sorgfältig und tapfer zu schützen, weildadurch das Heiligthnm in Jerusalem vor Entweihung gewahrtwerden könne. Aber ans menschliches Thun und menschliche Klugheitallein will das Volk sich nicht verlassen, sondern es erhebt seine Seeleznm inbrünstigen Gebete zum Himmel in Sack und Asche und inlängerem Fasten. — Zornentflammt sicht Olophernes die Gegenwehrvon Seiten der Inden, die ihm die Straßen verlegt und seinen Zughemmt. Kaum ist ihm dieses Volk dem Namen nach bekannt, dasihm Hindernisse in den Weg legtEr befragt die Nachbarländerdarüber. Ein Ammoniter Achior wagt es, ihm eine unwillkommeneAntwort zu geben. Er giebt dem heidnischen Feldherrn einen lleber-blick über die Vergangenheit des jüdischen Volkes, in welcher sich derGedanke bethätigt habe- daß Glück und Unglück dieses Volkes alleinvon seinem frommen oder sündhaften Verhalten gegen Gott abhänge.Achior wagte es sogar, dem Hochmüthigen zu rathen, Israels Ge-filde zu verlassen, sonst würde er einen schmählichen Untergang darauffinden, so das Volk sich nicht gegen Gott vergangen. Wegen seinerkühnen Rede wird er gefesselt den jüdischen Bewohnern von Bethlnaüberliefert, um mit ihnen zusammen das unabwendbare Strafgerichtzu empfangen.
Indessen vermochte der wnthentbrannte Olophernes doch nichtsgegen das durch steile Berge und tapfere Krieger gut bewachteBethlna, seine Reiterei und Fußvolk, wie gewaltig auch ihre Zahlvermag er nicht zu verwenden. Er befolgt daher den Rath derNachbarvölker, der Söhne Esaus, Moab und der Anführer desKüstenstriches ^), den Belagerten die Wasserqnellen zu verschließen undabzuschneiden. Dieses Mittel schlägt nur zu gut an, Wassermangelstellt sich in Bethlna ein und bricht Allen den Muth znm Wider-stande. Das verschmachtete Volk verlangt von seinem OberhauptOsia, die Stadt dem Feinde zu übergeben, und dieser verspricht ihm,wenn sich innerhalb fünf Tagen nicht die Hilfe Gottes zeigen sollte,
h Das. 4, 7. Darin liegt wahrscheinlich ein Stück Kriegsgeschichte ausQuietus Zeit.
2) Auch dieser Zug das. 5, l—4 ist geschickt angebracht. Den Römern derTrajanischen Zeit waren das jüdische Volk und seine zelotischen Kämpfe ausdem Gedächtnis; geschwunden.
') Auch dieser Zug das. 7, 8 kg-, scheint einen geschichtlichen Charakter zuhaben. Die können Griechen und Gräcosyrer gewesen
sein. Das Nbschneiden der Quelle» spielt auch im Barkochba-Kriege.