Neuer Aufstand der Juden.
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Mebarsapes war vielleicht selbst noch dem jüdischen Bekenntnissezugethan. Er kämpfte mnthig gegen Trajan, erlag aber ebenfalls derrömischen UebermnchtZ. Wie keiner seiner Vorgänger ans derrepublikanischen und Kaiserzcit sah Trajan in der kürzesten Zeit dieErfolge seines Kriegszuges. Die Siege fielen ihm so zu sagen inden Schoß. Sämmtliche Könige und Fürsten Armeniens und derEuphrat-Tigris-Gegend legten ihm ihre Diademe zu Füßen undempfingen von ihm ihre Erbländer zu Lehen oder mußten sie denRömern als besiegten Boden überlassen. Als er sich zum Winter-quartier nach Antiochien znrückzog (Winter 115 — 116), um dortHuldigungen entgegenznnehmen, konnte er den Hauptfeldzug als be-endet betrachten. Das Erdbeben, welches gerade während seiner An-wesenheit in der syrischen Hauptstadt diese fast in Trümmerhaufenverwandelte, viele Tausende darunter begrub, seinem Mitkonsnl Pcdodas Leben raubte und auch sein Leben bedrohte, war ihm nichtVorbedeutung genug, daß der morgcnländische Boden unterirdischeGefahren für ihn beherberge. Im Frühjahr zog er zum zweiten Maleaus, um den noch vorhandenen Widerstand zu brechen, bis zur voll-ständigen Unterwerfung dieser Gebiete, die er als Vorland für die ge-träumte Eroberung Indiens betrachtete. Doch kaum hatte sich Trajander Freude über seine Siege überlassen, zur Erhöhung seiner Triumpheden persischen Meerbusen befahren, sehnsüchtige Blicke nach Arabien undIndien geworfen und dem Senate eine lange Liste der unterworfenenVölker zngeschickt, deren barbarische Namen man in Rom nicht einmalanssprechen konnte, so fielen die eroberten Länder der Zwillingsslüssewieder ab. An diesem Abfall hatten die Juden den größten Antheil,und sie verbreiteten den Aufstand über einen großen Theil desrömischen Reiches. Nicht nur die babylonischen Inden, sondern auchdie Juden in Egypten, Kyrene, Lybien und ans der Insel Cyprosfaßten den großen Gedanken, das römische Joch abznschütteln. Wievon einem überwältigenden Geiste, die feindlichen Quellen sagen, voneiner Raserei getrieben, griffen die jüdischen Einwohner dieser so weitauseinander liegenden Länder zu den Waffen, als wollten sie denFeinden zeigen, daß ihre Kraft noch nicht gelähmt, ihr Muth nochnicht gebrochen, und daß sic nicht gewillt seien, die Schwäche und dieGesunkenheit der Zeit theilend, ohne Widerstand unter der Masse der
H Ilio 6a8stn8 08, 22, 20. Ich habe in der ersten Auslage angenommen,daß die Münze bei Ekhel VI 403: ^.88z'rla et ?a1g.88tinas in zwtestatsinpoxnii Lomani rsäavtas, sich auf den adiabenischen Krieg bezöge. Indessenist die Echtheit dieser Münze bezweifelt worden. S. Volckmar, Einl. in dieApokryphen I. S. 44.
Graetz, Geschichte der Inden. IV. 8