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4 (1893) Geschichte der Juden vom Untergang des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmud
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Domitian gegen die Juden.

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Liebesverhältniß zur jüdischen Prinzessin Berenice um, als habe ermit einer Buhlerin im Allerheiligsten Unzucht getrieben, den Vorhangvor demselben mit gezücktem Schwerte zerschnitten und den GottIsraels lästernd heransgefordert Sie läßt Titus zur Strafe fürseine Missethaten von einer Mücke bis an sein Lebensende geplagtsein, die ihm ins Gehirn gefahren, sich ausgedehnt und ihm bei Tagund Nacht keine Ruhe gelassen *). Sein Bruder Domitian, dieserblutdürstige und gelangweilte Kaiser, versprach nicht minder beimRegierungsantritte das goldene Zeitalter wiederznbringen, und erbildete sich zu einem jener Regenten aus, welche an der Gottähnlichkeitdes Menschen zweifeln machen. Der Kaiser war aber seines Volkesganz würdig, dessen Lasterhaftigkeit und Gesunkenheit Geschichtsschreiberund Dichter nicht genug geißeln können, und von dem der SatyrikerJuvenal sagt: Es sei schwer, keine Satyre von dieser Zeit zu schreiben.Auf dem von Verbrechen aller Art gedüngten Boden des Hofes unddes Reiches wucherte die Giftpflanze der Spione und Angeber, welchebeim Kaiser und seinen Räthen stets offenes Ohr fanden. Wereinen persönlichen Feind oder einen Meinnngsgcgner hatte, brauchtenur von ihnen ein wahres oder falsches Wort, welches sie gegen denKaiser oder seine Lieblinge gesprochen haben, zu hinterbringen, umsich ihrer auf die leichteste Weise von der Welt zu entledigen.

Es läßt sich denken, daß die Inden unter dieser Blutregiernngauch das ihrige gelitten haben. Domitian ließ die Jndenstener mitder seiner Familie eigenen Geldgier eintreiben. Diejenigen, welchedurch List der lästigen Steuer entgehen wollten, wurden auf das ver-letzendste untersucht. Die römischen Beamten scheuten sich nicht, dasSchamgefühl zu verletzen, an dem Körper derer, welche ihnen alsJuden oder Proselyten angezeigt wurden, Untersuchungen anstellcnd,ob dem wirklich so sei. Der Geschichtsschreiber jener entarteten Zeit,

Bd III. 4. Aufl. p. 548 sondern auch die unaufhörliche Prahlerei derRömer mit dem über die Juden errungenen Sieg. Charakteristisch dafür istdie folgende, dem Titus im Jahre 8t gewidmete pomphafte und zum Theil sogarunwahre Inschrift eines im Oirous inaxiinus errichteten Titusbogens, welchelautete: Fsnatus popnlnsgns llomanus imp. Dito Oassari äivi Vsspasiani I.Vespasiano ^.uZusto .... guoä praeoeptis patri (is) oonsilüsgns ab anspieüsZ'öutem ckuklasoruin ckomuit st nrbsm Uisrosolznaaiu oiunibns auts ss clusibnsrsZsibus g'sntibus autlrnstra pstitam aut omnino intsmptatam clslevit!S. Uarmsststsr Usvus clos Stintes juivss I. p. 35 ff. und Schürer, Gesch,des jüd. Volkes 2. Aust. I, p. 534. Note 128.s

0 Likri zu Äbschn. Ilaasinu Uo. 328. Zlülrassb Lobslst p. 96. 97. b. OittinI 58. 57. Es geht daraus hervor, daß es eine Sage war, die schon im zwei-ten Jahrhunderte in Umlauf war.