gemeinde zulässig seien'). Endlich bestand eine Streitfrage, ob manProselyten ans Palmyra (Tadmor) und aus Corduene aufnehmendürfe, gegen welche gehässige Vorurtheile herrschten^). Ein ganzerAbschnitt des Gesetzes handelte lediglich von Proselyten (Aasealist6erim), und in das tägliche Gebet wurden die aufrichtigen Proselyten(6ero Im-reäslr) eingcschlossen ^). Manche zu dem Judenthume nber-gegangenen Heiden hatten sich halachische Kenntnisse angeeignet;R. Akiba hatte z>vei Proselyten unter seinen Jüngern, einen Egyptermit Namen Menjam in (Benjamin) und einen Ammoniter NamensI u d a
Am meisten Anhänger fand das jüdische Bekenntnis) in der Welt-stadt Rom, trotz der Vorurtheile und des Hasses, welche die Römergegen die Inden hegten. Der einsichtsvolle'Geschichtsschreiber Tacitnskonnte sich die Thatsache garnicht erklären, wie die Römer seiner Zeitsich der Beschneidung und den anderen jüdischen Religionsübnngenunt?dziehen, ihre Götter verachten, ihr Vaterland aufgeben, Eltern,Kinder und Geschwister für nichts achten konnten, um sich dem Jnden-thume anznschließen^j. Ans den strengen Gesetzen des KaisersDomitian gegen die Proselyten läßt sich ein Schluß auf das zahl-reiche Vorkommen derselben ziehen. Es ist möglich, daß die Mengejüdischer Kriegsgefangenen, welche in alle Enden des römischen Reichesverkauft, verschenkt und vererbt wurden, ihren Herren eine gewisseAchtung vor der jüdischen Lehre beigebracht haben, wie es nicht seltenvorkam, daß Sklaven durch Bildung und Tugend ihre Herren zueiner besseren Ueberzeugung brachten. Der satyrische Dichter Juvenal,welcher sich über die Laster und Thorheiten seiner Zeitgenossen lustigmachte, verspottet unter Anderem die römischen Väter, welche jüdischeBräuche heilig hielten und dadurch ihre Kinder dem Judenthume ganzund gar zuführten.
„Wenn den Kindern zum Loos ein Vater, der Sabbate feiert,
„Bald dann werden sie nur verehren die Himmel und Wolken,
„Meiden des Schweines Genuß, als gelt' es vom Menschen zu essen.
„Weil auch der Vater es mied; bald legen sie ab auch die Vorhaut.
„Roma's uraltes Gesetz, gewöhnt überhaupt zu verachten,
„Lernen sie nun der Juden Gesetz, und halten's und fiirchten's„Wie's einst Moseh gelehrt in einem mystischen Buche,
') Vergl. o. S. 40.
°) äsbamot 16. a. äsrns das. I. Ende. Hier findet sich die richtige Leseartlüäwor anstatt des corrumpirten lärmoä in Ladli.
Im Gebete: o-p'-mn fp.losilta Liün8obin o ö.
b) 'laoitns bistoriae V. 5. S. weiter unten.