R. Akiba.
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Autorität ausgeübt werden durfte. Seine Thätigkeit in den letztenLebensjahren bildet einen wesentlichen Theil der Geschichte dieserZeitepoche, und wird dort ihre Stelle finden.
In der Reihe der Persönlichkeiten in diesem Kreise war N. Akibab. Joseph unstreitig der begabteste, originellste und einflußreichste.Er gehört zu denjenigen geschichtlichen Erscheinungen, welche in derkurzen Spanne ihres Lebens die Fäden für das Gewebe der Zukunftans sich heraus spinnen. — Seine Jngendgeschichte und sein Bildungs-gang sind, wie bei allen tief in die Geschichte eingreifenden Charakteren,dunkel und höchst romantisch ausgeschmückt; indessen verbreiten dieseSagen so viel Licht, die Dunkelheit seiner Herkunft zu erkennen. Ersoll nach einer Sage ein Proselyte gewesen sein und zwar aus demGeschlechte des kananitischen Feldherrn Sißera, den die List und dieschwache Hand eines Weibes gctödtct hatte. Nach einer andern Sagesoll N. Akiba in einem dienenden Verhältnisse zu Kalba-Sabua ge-standen haben, einem der drei reichsten Männer Jerusalems, welchemit ihren Vorräthcn die Noth der Belagerung ans viele Jahre hattenverhüten wollen. Die Sage fügt hinzu, daß eine Tochter diesesreichen Jerusalemers, mit Namen Rachel, ihm ihre Neigung geschenkthabe unter der Bedingung, daß er sich Gesetzeskenntnisse — was inder Sprache der damaligen Zeit Bildung überhaupt bedeutete —aneignen sollte. Dadurch habe er sich entschlossen, zu vierzig Jahrenin eine Schule einzutreten, um die Anfangsgrüude zu erlernen; bisdahin sei er alles Wissens bar gewesen. Während der Zeit, die erzu seiner Heranbildung gebrauchte, habe die Tochter aus dem reichemHause dem armen Lehrling ihre Liebe treu bewahrt, dem Unwillenihres Vaters trotzend, der sie deswegen verstoßen und der ärmlichstenExistenz bloß gestellt haben soll. Von allen diesen dichterisch aus-gemalten Zügen ist nur das Eine festzuhalten, daß R. Akiba bis insein vorgerücktes Alter sehr unwissend war. Erzählte er doch selbstspäter von sich, daß er im Stande der Unwissenheit die Gesetzes-kundigen leidenschaftlich gehaßt habe *). Auch die Thatsache, daß ermit seiner Frau in dürftigen Umständen gelebt, ist geschichtlich. Denneine durchaus glaubwürdige Nachricht erzählt, seine Frau habe ihreHaarflechten verkauft, um ihm das Nothwendigste zur Lebensfristungzu liefern"). Alle diese Hindernisse, die einen Andern auf halbemWege entmuthigt hätten, dienten nur dazu, ihm den Stempel derGeisteshoheit anfzudrücken; seine kräftige Natur besiegte alle Hindernisse,
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llerusellalmi Labbai VI. x. 7 und Lola Ende.
Graetz. Geschichte der Juden. IV.
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