R. Elieser's Tod.
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wegen seines Umgangs nnd erkannte die Richtigkeit des Synhedrial-dckretes, welches jede Berührung mit der Sekte der Judenchristenverboten hattet-
Ohne Einfluß uns deu Gang der jüdischen Verhältnisse nnd ohneTheilnahme an der Entwickelung der Lehre verlebte N. Eliescr seineletzten Jahre bei sehr glücklichen Lebeusverhältuissen nnd blühendemWohlstände in trüber Stimmung. Wie seine Richtung, die gedächtniß-mäßige, blos erhaltende Lchrweise, vereinsamt und unbeachtet gewordenwar, so war auch sein Leben. In dieser Verstimmung sprach er diemerkwürdige Sentenz aus, die von denen seiner Genossen grell absticht.„Warme dich," sprach er, „an dem Feuer der Weisen, aber hüte dichvor ihren Kohlen, daß du dich nicht daran verbrennest; denn ihr Bißist Schakalenbiß, ihr Stich Skorpionsstich, ihr Züngeln ist Schlangen-züngeln, und ihre Worte glühende Kohlen""). Es sind das bittereWorte eines gekränkten Gemüthes, das jedoch trotz aller erfahrenenUnbilden eine gewisse Berechtigung derer, von denen sie ansgegangcn,nicht leugnen kann. — Erst bei der Nachricht von R. Eliesers hcran-nahendem Tode eilten seine Genossen an sein Krankenlager nach Cäsarea.Er beklagte sich gegen sie über die erlittene Vernachlässigung, daßKeiner von ihnen ihn bisher ausgesucht und cs ihm nicht vergönnt warseinen umfangreichen Halachaschatz mitzntheilen, der nun mit ihmwerde begraben werden. Sie ließen sich hierauf in eine halachischeUnterredung ein, fragten ihn über die seltensten Traditionen, in derenBesitze er ganz allein war, nnd er beantwortete ihre Fragen mit ruhigerKlarheit; es war, als wenn ihm die Lebenskraft wieder neu znströmtedurch die gebotene Gelegenheit, die in seinem Innern verschachtetenGedanken der weiteren Ueberlieferung anvertranen zu können. Er gabAntwort auf Antwort, bis seine Seele entschwand und sein letztesWort war „rein"; dieses galt als eine sichere Vorbedeutung seinerSeligkeit. Alle Anwesenden zerrissen um seinen Tod ihre Kleider, nndR. Josna, der nach dem Tode R. Gamaliels Hauptführer war, lösteden Bann von dem Verschiedenen, indem er weinend dreimal die Wortesprach: „Der Bann ist aufgehoben." R. Elieser starb an einem Frei-tage, nnd seine Leiche wurde nach dem Sabbat in feierlicher Weisevon Cäsarea nach Lydda, seinem früheren Aufenthalte, geführt. R.Akiba hielt ihm die Gedächtnißrcde und sagte unter Andern: zu seinen:Ruhme- „Mit seinem Tode ist das Buch der Lehre vergraben worden"
U ^.bmla Larab 16. b. ff. und besonders Märasob Lobslst 84. ä. ff. zumVers Lol Ilaäobariin. ^ II. 1s.
o) L^nbeärln 68 a. und 161 a. llernsvbaliui Labbat II. p. 5 b Lota<rnde