Einleitung.
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sophiren und endlich die einseitig-rcibbinische Thätigkeit mit voll-ständiger Hintenansetznng der Bibelforichung und des selbstständigenDenkens. Der Zeitraum zerfällt demnach in drei ausgedehntePerioden: in die rein-talmndische, in die Wissenschaftlich-rabbinische und in die einseitig-rcibbinische. Es versteht sichvon selbst, daß diese drei Hauptrichtnngen keinen Plötzlichen Anfanghaben, sondern durch allmälige Übergänge vorbereitet wurden. DieEntwickelung der reintalmudischen Richtung, welche bis in die gaonäischeZeitepoche hineinreicht, erleidet eine geringe Abbiegnng durch denGegensatz des den Talmud verleugnenden Karäerthumes und aber-mals durch die Bekämpfung desselben von Seiten rabbinischer Denker.Dadurch wurde das bibelexegetische und philosophische Interesse ge-weckt, drang aber erst gleichzeitig mit dem Untergange des Gaonats invollen Strömen ein. Und auf der Mittagshöhe des von der Philo-sophie geläuterten Judenthums sammeln sich schon die trübenWolken der wissensfeindlichen Strömung, welche sich als Dunst einesfür Lichtstrahlen unzugänglichen Rabbinerthums und einer wirrenMystik Niederschlagen.
I. Die talmudische Periode durchläuft die Zeit von der Grün-dung des Synhedrion und des Lehrhanses in Jamnia bis zum Unter-gänge des Gaonats und der babylonisch-talmndischen Hochschulen(70 — 1040).
II. Die rabbinisch-philosophische Periode erfüllt die Zeit vonder festen Gründung der rabbinischen und wissenschaftlichen Schulenin Spanien bis zur Spaltung zwischen der Denkgläubigkeit und derStockgläubigkeit (1040 — 1230).
III. Die einseitig-rcibbinische Periode entwickelt sich in dem Kampfgegen das freie Forschen und hat ihr Ende erst mit dem Hereinbrechender neuen Zeit unter Mendelssohn (1230 — 1780).