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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
Entstehung
Seite
521
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Note 5.

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Zum Schluß des Berichtes ist angegeben, daß Don Claromonte Davidund seine Begleiter im Monate Ab (Juli) 1527 nach Avignon gebracht unddaß er von den Gemeinden von Avignon und Carpentras als Lösegeld für dieGefangenen 600 Dukaten empfangen habe. Außerdem hätten die Juden großeAusgaben gemacht, um nach Rom zu senden, damit der Rest des gefordertenLösegeldes erlassen werde, weil Claromonte sehr viel verlangt und denSchreiber als Geisel zurückbehalten habe, in iwv n 2 i'oi 2 n v-ni i >22 p nn!2N1I22>S1,21 P'I'IN ,2",2 '1212 !2V21nb,22 1121 bl,2 liv .;i>V1N2 1-2'blll (?) 11"bl11,21'2 2M11

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Erstaunlich sind die Summen, über die David zu verfügen gehabt habenwill. Die Reisespesen für die Hin- und Rückreise in Portugal sollen 2200 Du-katen, die Geschenke, die er den Dienern des portugiesischen Königs gemacht habenwill, beinahe ebensoviel und die Wertsachen, die ihm Don Claromonte abge-nommen, beinahe ebensoviel betragen haben.

David Reubenis Bericht ist indes nicht als lauter Aufschneiderei anznsehen.Nüchterne Berichterstatter als Augenzeugen bezeugen die Hauptfakta.

Farissol, ein zeitgenössischer, glaubwürdiger Zeuge bestätigt, daß DavidRenbeni Zutritt beim Papste und bei Kardinälen gehabt, und daß er sich gegenJuden hochfahrcnd und gegen hochgestellte Christen keineswegs kriechend be-nommen habe, sondern seiner Rolle als Gesandter einer jüdischen Großmachttreu geblieben sei. Nach Farissols Angabe hatte David in der Tat ein Be-glaubigungsschreiben und Zeichen von portugiesischen Agenten aus Afrika mit-gebracht, und diese wurden vom König von Portugal als echt anerkannt. Sonstist es auch gar nicht denkbar, wie er den päpstlichen und den portugiesischenHof so lange in Täuschung halten und so vieles bei ihnen hätte durchsetzenkönnen. Farissols betreffende Worte lauten: iiw'eni bn (bn -,2112 i°i 2 ) 2121

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1 M 2 V V 121 11 ' 2 N. Joseph Kohens Bericht über David ist zwar auch nicht ganzgenau. Er läßt ihn (in der Chronik und in bimsü Im,-Kaolin) zuerst inPortugal anftreten, dann erst nach Italien kommen und dort bei den IndenHoffnungen erwecken. Das ist aber nach Davids eigener Darstellung und nachFarissols von Augen- und Ohrcnzcngen vernommenem Bericht unrichtig. JosephKohen scheint Davids ersten Aufenthalt in Italien gar nicht zu kennen; seineAngaben betreffen dessen zweiten Aufenthalt daselbst. Er bestätigt indes, daßDavid in Avignon war: in-bnennb N 21 2122 von ;> 2 > 2 N 2 ibi 11212 - i 2 V'i.

Zunz' Datumangaben für Davids Reisen zu Itinerarx ol Lsnjamin otNuckeln (eck. Ascher II, p. 27lf.) sind ungenau; sie sind um ein ganzes Jahrzu viel.

4) Salomo Molchos Bekanntschaft mit David undEntfernung aus Portugal.

Dieses Moment in der Geschichte der beiden Schwärmer ist noch gar nichtins rechte Licht gesetzt worden. Man nahm gewöhnlich an, daß Molchs vonDavid zum Judentum zurückgcfuhrt worden sei und mit ihm zugleich Portugalverlassen habe. Beides ist unrichtig, wie Molchos authentische Darstellung