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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Note 5.

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Lehren auszulcgcn Pflegte. Diogo Pires hatte Zutritt beim Papste undden Kardinalen, und der Gesandte (eben Bras Neto) fürchtete sich vor ihm,nicht bloß wegen dessen persönlichen Einflusses, sondern auch, weil die Marranenvon Portugal, mit denen er Verbindungen der Freundschaft unterhielt, ihmGeld schicken könnten, um den Forderungen des Königs Joäo III. durch Kor-ruption zu widerstehen. Bras vermutete, daß ein Nepote oder Kämmerlingdes Kardinals Pucci oder gar des Papstes selbst sich hinein gemischt hätte."Ich gebe die interessante Stelle im Original i Vivia ein Lama um lisdrenportuK'uös oliamaäo Dio§o Dirks, gns tarn ssoriväo lins ouviäors»ün (lass. cln supplioaqäo, s gns saira äs DortuZ-al para n Nurgia n ad-snrar o baptismo, gus lös nvin siäo imposto. Vinäo n Doma, odtivsrnclo papa um brsvs para gus ninKusm o ineommoäasss gor tnl motivo,et nlli vivia eom Kraruls rspntaqäo äs 8nnetickncks entrs 08 suäeus, ngnsm oostumava S8pür ns clontrinns mosniens. Ninda DiogoDires sutraäa eom o papa e oaräenass, e o eindaixaäor temin ssäells, naö psla snn inlinsnein psssoal, mns tnmdem porgus os eonvsrsosäs Dortugal, eom gnsm eonssrvava rslneöe8 äs ammaäs, lös poäsriamenviar äindsiro para odstnr ns prstensöss äs ,Ioäo III. gor msio äsoorrnpqäo, s Lras dlsto suspsitava gus algun sodsrintm on endionlnrio äskneei, on äo proprio pnpn, nnänsss mettiäo nisto. Das Originalschreibendes Gesandten findet sich in Lissabon im Nationalarchiv (bei Herculano i. e.p. 235).

Ohne besondere Kombinationsgabe kann man erkennen, daß unter DiogoPires, Sekretär, früher Marrane, aus Portugal nach der Türkeiansgewandert, dann in Rom als Jude lebend, mit Zutritt beimPapste, im Rufe der Heiligkeit stehend und den Inden die Thoraauslegend, kein anderer gemeint sein kann, als Salomo Molcho. Erwar es also, der die Einführung der Inquisition in Portugal bei der Kuriezu Hintertreiben suchte. Jedes Wort in diesem Bericht stimmt mit dem, wasMolcho in seinen beiden Sendschreiben berichtete, überein.

VII. Eine fernere zeitgenössische Nachricht über Molcho gab der erstegründliche Orientalist des 16. Jahrhunderts, Joh. Albert Widmannstadt, ineiner Notiz zu Molchos kabbalistischen Predigten (von Landauer unter Papier-schnitzeln gefunden, Orient. Libl. 1855, Kol. 419 Note). D. 8alomonis Nololio,gui ss Nsssiam äuäasorum ssss prasäioavit, atgus Nantuas proptsrssäitiouis Dsdraieas msrum, Oarolo V. . . . proviäsnts oouors-matus tnit anno (ni lallor) 1532, libsr äs ssorsta Dsbrasorum Ndsologia.Duzus vexillum viäi Datisbonas anno 1541 oum litsris ' 22 , 2 . Das Motivfür die Hinrichtung Molchos ist dabei zu beachten; es widerspricht entschiedenjener albernen Annahme, daß Molcho den Kaiser habe zum Judentum bekehrenwollen.

VIII. Eine portugiesische zeitgenössische Chronik berichtet von DavidsEintritt in Portugal und Ende desselben (Oorouz(gua äos Lsi.s äs Dartugal,in Ouilestzäo äos insäitos V, p. 35lff.): 0 Hovsmdrs äs 1525 sntronDavit äuäsu ussts Demo äs Doiwugal sm 8Lota.ro (8antarsw) na vortsässts Dsi (äoäv III.) sm ^Imsirim, ämsnäo gns sra äas tridnsäsu s outras eausas näo vsräaäsiras, ssgonäo gns äuäsus sabsm äixsr,äs waneira gus ss soubs a vsräaäs äuäsu Nurguss so; s toi xrsssona sorts äs Dmpsraäor Darlos s o manäarao s trouxerao a Dlarsuaäos Ingnisiäorss, ouäs esta prsssa sm Oastslla na äita vllla a eaäsa

Ersetz, Geschichte der Juden. IX 33