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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Geschichte der Juden.

Dominikaner gegen ihn: ww miLu nn-. Damit

können nur Tongerns: ^rtieuli 8ivs prnexoeitionse vom August 1512 gemeintsein. Er führt also in diesem Schreiben die Vorgänge nur bis August 1512herab. Infolge der denunziatorischen Schriften habe er sich dem Ausspruchdes Papstes unterworfen und bitte darum B. de Lates diesen günstig für seineSache zu stimmen, daß die Untersuchung wohl in Deutschland (nicht in Rom)erfolgen möge, nur nicht in der Cölner Diözese, wo seine Gegner ein Un-gerechtes Urteil ertrotzen könnten. Daraus ergibt sich, daß dieses Schreibennoch vor dem Mainzer Prozeß, vor September 1513, verfaßt wurde.

Was die Abfassungszeit der spietolus obsenrornm virornm betrifft, somuß das Datum ebenfalls berichtigt werden. Die bisherigen Ergebnisse derKritik sind, daß die ersten Dunkelmänuerbriefe bekanntlich ohne Datumerschienen erst 1516 veröffentlicht wurden; so Strauß. Früher wurde garangenommen, daß sie erst 1517 erschienen wären, bei Meiners und anderen.Nur v. der Hardt hat ihr Erscheinen 1515 angesetzt, aber ohne Beweis.Böcking setzte sie noch Ende 1515 und Anfang 1516' (Suppl. II. S. 138).Der Beweis für das Datum läßt sich aus Pfefferkorns Ostsusio contraIamo8as epistolas führen. Diese Schrift war August 1516 bereits vollendet,und darin heißt es (A. 4 bei Böcking I. S. 15S): Impressas 8unt i^iturintr-r annnin et mientii tempue epi8toias aliguot Iamo8i8 eimueet 1nlame8, gnas ob8enrornin viroruin iu8eribnntnr. Alsoinnerhalb eines Jahres vom August 1516 zurückgercchnet, waren sie bereitserschienen. Aus einer anderen Stelle daselbst scheint sogar hervorzugehen, daßdas Gerücht von den Dunkelmännerbriefen schon Mai 1515 verbreitet war.Pf. zitiert das. (U. 4 bei Böcking das. 151) ein Schreiben der Löwener theol.Fakultät an den Papst, ausgestellt clseimo Lai. Innikm 23. Mai. DasJahr ist zwar nicht dabei angegeben, aber es ist wohl dasselbe, wie in demvorhergehenden und nachfolgenden Aktenstücke, nämlich 1515. Nun wird indiesem Schreiben der Löwncr Fakultät geklagt: Luno untern inoe88itnnribne no8tri8 Irorrsiiiln8, neo eine iuerzmis rstsrsnärm rumorper dsrmuuius purtse, non parva 8eanclala oborta S88k Inäasie,Obri8tiani8 1n8ultantibn8, imrno gnock Ieäin8 et intolerabi1in8 S8t, non-nulli Odrietiani sie in wanne porri§ant libslloe oauinoIspors ae vipsrea inoräicitats plenoe oomponenclo, guibne etDbeoloZias lacnltatem et ip8in8 proteeeoree laoerant, slnrlnnt, ao üoocilaoiunt et populie rnäibne invieam reclilnut. DieLibellen mit hündischemWitz und Viperbissigkeit" gegen die theol. Fakultät und die Professoren1 Hochstraten, von Tongern und Ortuin Gratius), sind das nicht die epietolaevbeenroruiu virornm? Merken wir wohl darauf, daß die Löwener nur vomRumor sprachen; gelesen hatten sie sie damals noch nicht. Aber die CölnerHumanisten von dem Busch und Nuenaar mögen bereits davon gesprochenhaben, entweder daß sic sie damals bereits in ihren Händen hatten, oder daßsie einen Wink über baldige Veröffentlichung erhalten hatten. Die epwtolasob8eurr. virr. müssen also vor Mai 1515 erschienen sein.

3 .

Der Dseudomessms Ascher Kämmlein.

Die Nachrichten über diesen Pseudomessias im Anfänge des 16. Jahr-hunderts wurden bisher nur ans Quellen zweiten Ranges entnommen. Daher