Duldung der Juden in Savoyen.
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geschicklichkeit verlockten ihn, iyr Gesuch zu genehmigen, und er räumteihnen außergewöhnliche Freiheiten ein (1572)?) Besonders wichtigwar für sie, daß sie von der päpstlichen Inquisition wegen Abfalles vonder Kirche nicht verfolgt werden, daß die jüdischen Ärzte ihre Kunst anChristen, wie an den Juden ausüben und äußerlich sich wie ihre Standes-genossen kleiden und daß sie hebräische Bücher besitzen und druckendürsten. Mit den Marranen und ihretwegen duldete Emanuel Philibertauch die Ausiedlung von italienischen, deutschen und levantischeu Juden— wer weiß, für welche Unsummen er diesen allen solche Privilegienerteilt hat. Allein nicht für die Dauer gewährte er sie ihnen, sonder,:lediglich für die Frist von fünfundzwanzig Jahren. Darum zogen be-sonnene Juden die dauernde und unentgeltliche Duldung unter den:Halbmonde der beschränkten und erkauften unter den: Kreuze vor.
U Über die Privilegien von Emannel Philibert vom Jahre 1572 aus demArchiv der israelitischen Gemeinde von Padua, Uevns ck. M. V, 232 ff. Ausdem ganzen Tenor dieses Textes ist ersichtlich, daß die Privilegien lediglich diekortuZchssi et LpuKnuoli cis stirps Uebrea, im Auge haben. Nur ausRücksicht für sie ist der lange Passus gegeben, daß sie nicht von der Inquisitionwegen Apostasie verfolgt werden sollten. Schlau beruft sich Eman. Philibertauf die Judulte der Päpste Paul und Julius III. für die Marranen in Anconaund verschweigt die fanatischen Erlasse gegen sie von deren Nachfolgern.