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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Tie Gemeinde von Kviistontinvpel.

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ständig nicht bloß für ihren Kultus, ihre Geineindebeamte», ihr Armen-wesen, ihre Hospitäler uud Schulen, sondern auch für ihre Abgabenan den Staat. Tie Stnatssteuern, welche die Juden zu leisten hatten,waren anfangs geringe, eine K o p f st e u e r für jeden Steuerfähigen(obarag) nnd eine Art R abbine r st e n e r, welche die Gemeindeunter sich verteilte in drei Sätze für drei verschiedene Vermögens-klassen von 200, 100 uud 20 Aspern (4, 2 und Dukaten)?) Nurdie Familie des Arztes Hamon war von Abgaben frei, Auch in dereuropäischen Türkei erlangten bald die sefardischen Juden die Führer-schaft, und ihre Riten wurden maßgebend?)

In der ersten Zeit hatten allerdings die angesessenen Juden,welche die Mehrzahl bildeten, das Übergewicht über die eingewanderteu.Das Großrabbinat bekleidete nach dein Tode des verdienstvollen, aberverkannten Mose Kapsali (VIII, 206), der wahrscheinlich aus einereingewanderten griechischen Familie stammende Elia M i s r n ch i,welcher unter den Sultanen Bajazet, Selim I. und vielleicht auchunter Suleimnn Sitz im Tivau hatte, wie sein Vorgänger, und deroffiziell-religiöse Vertreter der türkischen Gesamtjudenheit war. Diesenhohen Posten verdiente er auch wegen seiner rabbinischen und ander-weitigen Gelehrsamkeit und seines biedern, unparteiisch gerechtenCharakters. Elia Misrachi (geb. um 1455, starb zwischen 1525 bis1527Ü war als ein Zögling der deutschen Schule und als ein Jünger

h Bergt. Ilespp. E. Misrachi Nr. 89 : ib-w- ,»> 0 .np.-! nn

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Zeit vergl. v. Hammer III, S. 18 , Note e; 50 Asper I Dukaten.) Bergt,noch über die Judensteiier in der Türkei Re^pp. Samuel de Medina (alte Aus-gabe bau Salonichi, 6 bo 8 M Llwebpab illr. 8 k) uud Zinckeisen, Geschichte desosmanischen Reichs III, S. 368 , nach einer handschriftlichen Quelle.

-) liespp. Samuel di Medina das. I, Nr. 53 .

h Seine Geburtszeit uud Lebensdauer läßt sich nur aus seinem Todesjahrermitteln. Er lebte noch, als der Streit zwischen Benjamin Seeb undDavid aus Corfu (-"ich schwebte. Noch 28 . Schebat 5285 Januar 1525 hatder elftere an E. Misrachi ein Sendschreiben gerichtet (üespp. Leus 8 seb,Nr. 284 ). Dagegen war er 1527 bereits gestorben, als sein Sohn dessen Pen-tateuch-Superkommcutar in Venedig ediert hat. Da Misrachi sehr alt gewordenist, wie ans einigen seiner üsspp. hervorgcht, so ist damit seine Geburtszeitannähernd gegeben. Das; er ein Jünger des Juda Menz war, folgt aus derQuelle Bd. Vlll.g S. 448 . Er polemisierte aber mit Elia Baschjazi, also nochvor 1490 , vor dem Tode des letztem, wie aus der Beilage zu w'bn rnan scl.Ooslow-Lupatorin (anfangs) hervorgeht. Über seine edierten Schriften: Super-kommcntar zu Raschis Pentateuch-Kommentar, Glossen zu de Couchs -"22, zweiRcsponsensammlungen, 100 21212,2 in 22212V 222 .->"12', eine hebräische Arithmetik,die auch ins Lateinische übersetzt wurde (Basel 1546 ), vergl. die Bibliographen.