Tie sefardischen Juden.
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Selbst der milde und bereits gebrochene Isaak Abrabanel sprachverächtlich von den deutschen Juden wegen ihrer barbarischen Misch-sprache. Er war nämlich erstaunt darüber, in dem Sendschreiben desaus Deutschland stammenden SaulKohen aus Kandia bei diesemeine so gewandte (hebräische) Sprache und eine so geschlossene Ordnungder Gedanken zu finden, und sprach seine Verwunderung freimütigaus: „Ich erstaune, eine so wohlgesetzte Sprache unter den Deutschen(Juden) zu finden, welche auch im Munde ihrer Großen und Rabbinenselten ist, wie bedeutend sie auch sonst sein mögen. Ihre Sprache istvoll Ungeschicklichkeit und Unbeholfenheit, ein Stottern ohne Einsicht"?).Diese Überlegenheit der Juden spanischer und portugiesischer Ab-stammung an Bildung, Haltung, gesellschaftlichen Manieren und Welt-erfahrung wurden auch von den übrigenJuden, namentlich dendeutschen,mit denen sie überall zusammentrafen, anerkannt und bewundert.Daher durften jene sich herausnehmen, überall die Herren zu spielenund oft trotz ibrer Minderheit die Mehrheit der Gemeinden andererZunge zu meistern. In dein Jahrhundert nach ihrer Verbannungsind sie fast ausschließlich die Träger der geschichtlichen Begebenheiten;die Namen ihrer Stimmführer erklingen überall, sie lieferten Rabbiner,Schriftsteller, Denker und Phantasten, während die deutschen unditalienischen Juden in dieser Zeit ein bescheidenes Plätzchen einnahmen.In allen Ländern, mit Ausnahme Deutschlands und Polens, wohinsie niemals oder nur vereinzelt gedrungen waren, wurden die sefar-dischen Juden die Tonangeber.
Der nordafrikanische Küstenstrich und das bewohnbare Binnen-land waren mit Juden spanischer Abkunft gefüllt, wo sie sich in demJahrhundert der großen Verfolgung von 1391 bis zur vollständigenVertreibung zahlreich angesammelt hatten. Von Safi (Assafi), dersüdwestlichsten Stadt Marokkos, bis Tripolis im Nordosten befandensich viele größere und kleinere Gemeinden spanischer Zunge. Obwohlvonden kleinen barbarischenTyrannen und der verkommenen maurischenBevölkerung meistens gehaßt, mit Willkür behandelt und öfter zumTragen einer schändenden Tracht gezwungen, blieb doch für die Ge-wandtheit hervorragender Juden daselbst Spielraum genug, sich aus-zuzeichnen, sich zu einer hohen Stnfe emporzuschwingen und einen
') Abrabancl's Antwortschreiben an Saul Kohen: n-vn p-nw iw' ^
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Zeit in seinem Werke 6s verbo miritieo sä. I^on p. 33: 6srmuniu «inum-ünum religiöses, tumen purum äoetos Usbrusos nntrit, huvnium stnäiosispotins ubdorrenäum u pliilosoplns, gnum per invnrium unt potius ourio-situtem in srrvres euäsnänm esse psrsnuäeut, gnornm eos potissimnmersännt unteres.