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Geschichte der Juden.
nicht zwei der Ausleger übereinstimmen, ein Beweis, daß keiner von ihnen imStande war, seine Jdentificirung und Orientirung auf wissenschaftlichem Wegezu begründen. Man braucht nur die Consuston bezüglich dieser Localitäten beiFritzsche (zu Makkabb. I, S> und bei Herzfeld und Ewald in der Darstellungder Geschichte zu lesen, um die Ueberzeugung zu gewinnen, daß zur topogra-phischen Fixirung dieser Ortsnamen noch Alles von neuem zu erörtern ist.Der Name Raphon z. B. wird von den Auslegern durchweg mit Raphanaeiner der Dekapolis, identificirt, was eine Unmöglichkeit ist; denn Raphanalag in Syrien und nicht in Peräa, lvergl. Ltsplmnus äs urbibusj. Und solcher-gestalt, ohne die Distanzen zu berechnen, lassen sie Juda Makkabi Kreuz- undOuerzüge machen, verlegen bald den Schauplatz des Krieges in den Süden Peräa's,'bald in den Norden, je nachdem eine Klangähnlichkeit der Namen in ihr Ohr odereine Buchstabenähnlichkeit in ihr Auge gefallen ist. Versuchen wir wenigstensaus der sichern Jdentificirung einiger dieser Localnamen den Schauplatz zufixiren, auf dem Juda Makkabi die Feinde seiner dort angesiedelten Stamm-genossen geschlagen, um diese selbst von dort nach dem diesseitigen Lande zuverpflanzen.
Das erste Makkabb. erzählt <5, 9 fg.) folgendermaßen. Nachdem Juda dieAmmoniter unter dem Führer Timotheos geschlagen und auch Ja es er ein-genommen hatte, und heimgekehrt war — man beachte wohl, in dieserGegend war bereits Alles erledigt — vernahm er, daß die Judäer inGilead von den Nachbarn verfolgt werden, deren Führer abermals Timo-theos war, und daß die Judäer sich in die Festung Diätheina geflüchtethätten: xrx Eine andere L.-A. ist so auch
die Vulgata Dathema, die syr. Version hat dafür xnro-n. Darauf zogenJuda und sein Heer über den Jordan und marschirten drei Tagereisenin der Wüste. Von den Nabatäern erfuhr Juda den ganzen Umsang der diepersischen Judäer bedrohenden Gefahr, daß viele von ihnen gefangen warenin den festen und großen Städten --v Löo-ao^,« k-- ^-.k^orr
und auch in den übrigen Städten 126—27>.Hier hat die Vulgata nur geringe Varianten: Barasa statt Bossora undMageth, und der Syrer las: Hierbei haben
die Ausleger und Historiker von vorn herein die Construktion übersehen: -nrLäanoi?" .. kr- Ä^k.uorx oder Variante kr- kann doch unmöglich be-
deuten, daß Alema ebenfalls eine Stadt oder Festung gewesen sei, sonsthätte cv stehen müssen oder brauchte gar nicht zu stehen, da das Verhältnißbereits durch das voraufgehende nrx ausgedrückt ist. er- Ä-.kzrorx kann demnachnur angeben, in welcher Gegend Bossora und Bosor gelegen haben.Hebräisch muß also der Text gelautet haben .'. 12 ^ 2 , oder wie die
Namen sonst gelautet haben mögen. Im Verlaufe wird auch nicht erzählt, daßAlema von Juda erobert worden wäre. Es war eben keine Stadt, sonderneine Gegend.
Bei dem Kriegszug Juda's wird zuerst Bosor erwähnt s28>:
Diese Stadt hat er eingenommen, verbrannt und die Einwohner um-bringen lasten. Welcher der zwei ähnlich klingenden Namen ist darunter zu