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Geschichte der Juden.
werden. So richtig Olshausen, und falsch Hupfeld. Unzweideutig genug hatbei demselben Worte das Jmperf. diese Tempus-Beziehung Ps. 3, 5: s-x
x^px 'n; 18, 4, 7: x^px -- ixx u. a. St. — „Und dieses Gebet hatGott erhört, meine Trauer in Tanz verwandelt, damit meine Seele dich stetspreisen kann." Statt zu lesen in der Bedeutung von Seele. So
richtig Hupfeld z. d. Ps.
. Der Inhalt setzt demnach keineswegs die Genesung von einer Krankheitvoraus. Einige Ausleger haben sich zu dieser Annahme durch das Berbumi:xLi^ verleiten lassen. Es hat aber an verschiedenen Stellen die erweiterteBedeutung „von Gefahr erretten." Der Inhalt setzt vielmehr voraus,daß die Nation in Todesnöthen war (niI ^^2 .. ^xio zv), daß sie imVertrauen auf ihren Wohlstand Gottes Zorn provocirt hat, und dadurch sindauch die festesten Stützen ins Schwanken gerathsn. Aber Gottes Zorn dauertenur einen Augenblick iV. 6 isxx xzn); mit seiner Gnade hat er das Leben derNation erhalten und der Wechsel folgte rasch: Abends in Thränen
und des Morgens schon in Jauchzen. Diesen Wechsel hat Gott auf das Flehender Nation eintreten lassen, damit sie, welche zur Verherrlichung Gottes be-stimmt ist, ihn ewig preisen könne. — Nach dieser einzig richtigen Auseinander-setzung des Inhalts erkennt man, daß die Ueberschrift diesen Ps. richtig als„Lied zur Einweihung des Tempels" bezeichnet hat. Nur in der Makka-bäerzeit und in keiner andern kann er gedichtet sein. Er giebt die Stimmungvollkräftig wieder, welche im Gemüthe der Frommen herrschte, als sie den raschenWechsel erlebten. Kurz vorher war die Schaar der Kämpfer noch bei Bethsurbedrängt und gleich darauf war der grimmige Feind, welcher Israel denGaraus zu machen beabsichtigt hatte, so geschlagen und entmuthigt, daß dieEinweihung des Tempels stattfinden konnte. Der Ps. ist mit hoher Wahr-scheinlichkeit bei der makkabäischen Tempelweihe gesungen worden. Auf die Ein-weihung des Heiligthums unter Serubabel kann sich der Ps. unmöglich beziehen,da damals die Nation keineswegs in Todesnöthen war.
5. Ps. 1. Auch dieser Psalm scheint makkabäisch oder vormakkabäisch zusein, als sich die Feindseligkeit zwischen den Hellenisten und Chaßidäern zuspitzte.Nicht etwa weil darin die und gegensätzlich dargestellt sind, —
ein solcher Gegensatz bestand schon früher — sondern weil die Frommen nochdadurch charakterisirt werden, daß sie sich emsig Tag und Nacht mit derThora beschäftigen. ix-:n nnm-x D. 2) bedeutet „sein Wohlgefallen,sein ganzes Interesse, seine Freudigkeit an der Thora haben, wieMakkabb. I. (1, 57): kt rrx <7t-i-xr-öoxkt rw >-ö,ttw, d. h. NNNINX " 2 N XX, wennsich Jemand mit dem Gesetze beschäftigte, darin zu lesen oder es zulehren, sollte er dem Tode verfallen. Auch NLNw inxinxi, be-deutet in der Thora lesen. Das waren also ganz andere oder
als die vorexilischen, sie waren zugleich Gesetzeskundige und Gesetzes-lehrer. Solche gab es erst in der Zeit nach Esra und Nehemia. Man erwägenoch, daß die x^xLx hier noch dazu als x^xtz charakterisirt werden, als leicht-sinnige Spötter, welche sich über die Frommen lustig machten. Die Frommendagegen waren nach dem Inhalt des Psalmes, in eine geschloffene Gemeinde