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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

mit Olshausen und Andern in die Zeit des Hyrkanos setzen, sondern zur Zeiteines großen Sieges, an dem die Chaßidäer noch Theil genommen haben.Der ganze Ps. athmet Jubel über einen errungenen Sieg über die Völker; erfordert aus, ein neues Lied Gott zu singen, und hegt die Hoffnung, daß dieZeit sich verwirklichen werde, in der dasVolk der Heiligen" die Könige inFesseln schlagen werde, wie es das Buch Daniel verkündet hatte. Das Liedscheint den Sieg über Nikanor zum Hintergründe zu haben.

4. Psalm 30. Diesem Psalm sieht man allerdings auf den ersten Blickseine Verwandtschaft mit Makkabäerpsalmen nicht an. Scheinbar ist es das Dank-lied eines Genesenen für die Errettung von einer schweren Krankheit und demTode. Wäre nicht die Ueberschrift, daß der Psalm sich aufEinweihung desHauses" beziehe, so würde allerdings der Gedanke fern liegen, daß

dieser so individuell und occasionell ausgeprägte Ps. die makkabäische Zeitlagereflektiren sollte. Aber die Ueberschrift giebt gerade wegen ihrer Seltsamkeitzu denken, ob nicht der äußere Schein auch hier trügt. Von den 12 Ueber-schriften, welche die betreffenden Psalmen aus ein Factum und zumeist auf eineBegebenheit in Davids Leben beziehen, paßt diese am allerwenigsten. Es istdarin auch nicht eine schattenhafte Spur von der Einweihung eines Hauses, seies des Tempels oder des Palastes, zu bemerken. Wie kamen nun die Psalmen-sammler, welche die Ueberschriften vorangesetzt haben, aus den befremdendenGedanken, den Psalm mit einer Einweihung in Verbindung zu setzen? Sovöllig gedankenlos werden sie doch schwerlich dabei verfahren sein! Sie müssenalso, da sie die Beziehung unmöglich aus dem Inhalt entnommen haben können,sie aus der Tradition gehabt haben. Es muß in der Periode der nach-exilischen Zeit eine Ueberlieferung in Umlauf gewesen sein, daß dieser Psalmbei der Einweihung des Tempels gebraucht worden ist. Denn, bemerken wirhier ein für alle Mali der Ausdruckkann nichts anderes als derTempel," dasGotteshaus" bedeuten, und durchaus nicht derPalast."In der Erzählung von Salomo's Bauten, bedeutet stets schlechtwegderTempel," der Palast dagegen wird durch den Ausdruck bezeichnet. DieSammler der Ps. müssen also nothwendigerweise einer Tradition gefolgt sein,daß Ps. 30 bei der Einweihung des Tempels gedient hat.

Auch ans andern Momenten in diesem Ps. geht hervor, daß die Annahme,er habe seine Entstehung der Genesung des Dichters zu verdanken, nur Scheinist. Er dankt nämlich nicht blos für die Errettung vom Tode, sondern auchfür die Genugthuung, daß seine Feinde nicht Schadenfreude an ihm erlebtHaben <V. 2> x-»,. Und deswegen sollen auch die Frommen Gott

preisen <V. 5> 'nl- i-«7. Nun, das Leben eines Ein-

zelnen kann doch unmöglich so wichtig sein, daß in der Erhaltung desselbenGottes besondere Gnade erkannt werden könne! Wenigstens durfte doch derDichter sein Leben nicht so hoch schätzen. Selbst der König Hiskija, dessen Lebeneinen hohen Werth für das ganze Volk hatte, hat in seinein Dankliedc die Er-rettung desselben nicht so hoch angeschlagen, daß er die Frommen aufgeforderthätte, dafür Gott zu preisen. Und daß der Psalmist ein König gewesen wäre,dazu giebt doch der Inhalt auch nicht einen schwachen Anhalt. Es ist also offen-