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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Note 17.

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erkennen <vergl. darüber Monatsschr. Jg. 1872, S. 481 fg. die Doxologien inden Psalmen!- Es ist also nicht erwiesen, daß dem Chronisten bereits unsereganze Psalmensammlung bekannt war, und eben so wenig, daß sie dem alternSirach bereits Vorgelegen hat, weil ihm neben der Bekanntschaft mit dem--»uox und den Propheten, noch die Kunde von andern heiligen Schriften r« LX-.tt vindicirt wird. Die Beweisführung von dem Vorhandenseindes hagiographischen Kanons zur Zeit Sirach's hat durchaus keine Be-weiskraft, wie bereits an andern Orten nachgewiesen wurde.

Es liegt also gar nichts vor, was gegen die Annahme von Makkabäer-Psalmen spräche. Aber darin muß Hupfeld zugestimmt werden, daß nur danndie makkabäische Zeitlage eines Psalmes mit Nothwendigkeit folge, wenn jedeandere Beziehung ausgeschlossen ist iComment. zu Ps. IV, S. 457). Diesezwingende Nothwendigkeit ist bisher nicht nachgewiesen worden. Ja, bei denmeisten Psalmen, welche Hitzig und Olshausen der Makkabäerzeit vindiciren,drängt sich vielmehr die Annahme einer andern geschichtlichen Beziehung auf.Der Gegensatz von oder und welchen Olshausen als

Kriterium für die Makkabäerzeit geltend macht, war schon früher, noch vor demFalle des salomonischen Tempels vorhanden. Die Gemeinde der bildetesich schon unter den älteren Propheten. Will man Psalmen historisch für diegenannte Zeit verwerthen, sie als Quelle für die kampfreiche Epoche benutzen,um deren Stimmung und Vorgänge zu erkennen, so muß man eine strengeBeweisführung anwenden, daß nach der negativen Seite diese in keiner andernZeit gedichtet sein können, und daß sie nach der positiven diese Zeit nach allenSeiten hin reslektiren. Aber nicht blos die Makkabäerzeit im Allgemeinen,sondern ein bestimmter Zeitabschnitt in derselben, welcher durch einen indivi-duellen Zug markirt ist, muh nachgewiesen werden, wenn die Beziehung über-zeugend sein soll. Eine solche Beweisführung lasten selbstverständlich nurwenige Psalmen zu, welche hier vorgeführt werden sollen.

1. Psalm 44. Sein so zu sagen makkabäisches Gepräge ist so auffallend,daß schon die Kirchenväter Chrysostomus und Thodoret ihn auf dieseZeit bezogen haben und auch Calvin. Die ganze Situation des Leidensstandesin derselben ist hier geschildert. V. 12, daß das Volk dem Schlachtvieh gleichgeachtet wurde, B. 1415, daß es den Nachbarn zur Schmähung und zumGespötts diente, V. 17, daß der Feind Gott schmähte und lästerte, V. 20, daßtreue Bekenner Gottes in die Wüste verstoßen waren, V. 23, daß sie umGottes Willen den Tod erlitten haben, V. 24, daß ihnen ein fremder Gottaufgezwungen wurde. Die ganze Summe der Leiden faßt V. 25 zusammen.Das sind unverkennbare Züge aus der Leidenszeit und zwar ehe nochJuda Makkabi entscheidende Siege errungen und die Tempelweihevollzogen hatte. Noch deutlicher tritt der Hintergrund dieser Zeit heraus,wenn man den pointirten Gegensatz ins Auge faßt, was von den Auslegern nichtscharf genug beobachtet wurde. Der Psalmist stellte die alte Zeit der Erobe-rung des Landes in idealer Verklärung der Gegenwart gegenüber. DieVorfahren haben das Land ohne Kriegsmacht angenommen, denn Gott alleinhat die es bewohnenden Völker mit seiner starken Rechten vertrieben. V. 3a