bereits gestorben sein läßt <11, 21 fg.j, während dieser erst 149 starb, kann zwarnicht dem Vers, zur Last gelegt werden, da er die Urkunden wohl schwerlichgemacht, sondern bereits vorgesunden haben mag. Aber sür seine Unzuver-lässigkeit in der Chronologie zeugt auch dieses Moment jedenfalls, da es andem unrichtigen Datum keinen Anstoß genommen hat. Da es in einem einzigenDatum mit Makkabb- I stimmt, nämlich bezüglich Alkimos' Einsetzung zumHohenpriester 151 8sl. (14, 2, verglichen mit I, 7, 1j, so darf man seinechronologischen Differenzen nicht mit Wieseler und Andern durch Annahmeeines verschiedenen Jahresanfangs oder auf andere Weise ausgleichen, sondernseine Angaben gar nicht berücksichtigen, wie sie auch Grimm (zu Makkabb. II, 13jmit Recht vollständig verwirft. Sieht man demnach von der ä'evrk'«« Hock«»des Antiochos Epiphanes bei Makkabb. II ab, so steht es fest, daß Antiochosnur zwei Kriegszüge gegen Aegypten unternahm, und zwar den erstenWinter 170 und den zweiten Frühjahr 168, und daß er bei der Rückkehr vondem ersten Jerusalem nur geplündert, ebenfalls auch Gegner des Menelaoshat umbringen lassen (nach Jvsephus XII, 5, 3: r-öi-
bei der Rückkehr vom zweiten Feldzuge dagegen Zer-störungen und ein Blutbad in Jerusalem angerichtet hat. Gleich daraufhat er den Religionszwang und die Verfolgung dekretirt.
Von einer dritten Expedition Antiochos' gegen Aegypten, und zwar inseinem ersten Regierungsjahre wissen die Historiker jener Zeit gar nichts. NurPorphyrius soll nach Hieronymus (zu Daniel zu V. 11, 40j die apokalyptischeSchilderung von einem Kriege zwischen dem König des Südens und dem desNordens als geschichtliches Factum erklärt haben: „at base lUorpllzu-ius acl^ntiocllurn rct'crt, guock unckccimo avvo rsAni ruisns contra sororistiliuin, ktolsinasum lOliiloiuctorcin, ciimicavcrit." Es ist aber zweifelhaft,ob Porphyrius wirklich einen solchen Krieg als historisch und factisch aufgestellthat. Er mag nur zur nothbehilflichen Erklärung der Danielstelle einen drittenKrieg in Antiochos' vorletztem Jahre angenommen haben, historisch verbürgtist er keineswegs. Hofmann hat sich vergeblich abgemüht, ihn aufrecht zu erhaltenia. a. O. S. 37 fg.j. Er berust sich auf Porphyrius-Hieronymns angeführte Re-lation : uncks (cx L.cxz'pto) rcxrcäisns capit Grades resistentes, et oinneinin litore I'boenices vastavit provinciain. Oontestimque perxit acl ^.rtaxiainroxsin Xrmeuias. Hofmann meint, so wenig diese Angabe singirt sein kann,kann auch die Relation von einer dritten Expedition gegen Aegypten nicht er-funden sein. Stark (Gaza S. 245) bemerkt mit Recht dagegen: „Schon eineeinfache Betrachtung des Verhältnisses von Antiochos gegenüber den durch Ge-sandte ihn immer beobachtenden Römern erweist" die Undenkbarkeit einessolchen Zuges, nachdem Popillius Laenas ihn aus Aegypten hinausgewiesenhatte. Die Thatsache von der Unterwerfung der phönicischen Küste mag statt-gefunden haben und allenfalls historisch sein, aber sie beweist nicht einen drittenFeldzug gegen Aegypten in Antiochos' vorletztem Jahre, als er in den Ländernseiner Erbbesitzung von Verlegenheiten förmlich erdrückt war. Für einen viertenFeldzug fehlt jeder Anhaltspunkt, wenn man nicht seine kriegerischen Be-wegungen innerhalb Aegyptens und die wiederholten Belagerungen Alexandriensals besondere Expeditionen ansehen will.