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Geschichte der Juden.
muß also durchaus in Syrien oder in der Nähe gelebt haben. Daraus ist zuerklären, daß er die syrischen Feldherrn ihrem Rang und ihren Antecedentiennach genau kennt, daß er genau weiß, daß die Judäer in hellenischen Städtenebenfalls in den Religionszivang eingeschlossen worden seien, namentlich aberdie in Ptolemais wohnenden '6, 8; vergl. o.S. 316 N.4), und daß die JoppenserJudäer von den Heiden ertränkt worden seien >12, 3 sg.). Dagegen ist seineErzählung von den Fehden Juda's in Peräa außerordentlich Mangel- undlückenhaft. Ja der Vers, oder Epitomator scheint nicht einmal gewußt zuhaben, daß die Städte oder Burgen Kaspin, Karnion und Andere, welcheJuda berannt hat lvergl. Note 19), jenseits des Jordan gelegen haben, unddaß Timotheos in dieser Gegend bekämpft wurde. Denn er läßt Juda vonJamnia aus in der Entfernung von nur 9 Stadien auf die Nomadenaraberstoßen und darauf jene Burgen angreifen <12, 10): <»?rü
artt-tHc Und weil er alle diese Localitäten für diesseitige hielt,
läßt er Lysias dort austreten <12, 27). Ja er scheint in Judäa selbst bezüglichder Distanzen nicht orientirt gewesen zu sein; denn er läßt Skythopolis vonJerusalem 600 Stadien -- d. h. 15 geogr. Meilen entfernt sein <12, 29,:
xo<r-or,§, während die Entfernung kaum zehn geogr. Meilen beträgt. DiesesMoment ist für die Beurtheilung der historischen Angaben des II. Makkabb. vonentscheidender Bedeutung. Während es von den Borgängen im eigentlichenSyrien und in den Hafenstädten sich sehr gut unterrichtet zeigt, zeigt esin den judäischen Dingen Ignoranz oder wenigstens Unsicherheit, so weit sienicht Personen betreffen. Daraus folgt, es sei noch einmal wiederholt, daßder Vers, nicht in Palästina und auch nicht in Aegypten heimisch gewesen seinkann, sondern entweder in Antiochien oder in einer der größeren vonJudäcrn bewohnten Städte Syriens, etwa in Ptolemais gelebt habenmuß. Hier kann er anekdotenhafte Erzählungen von den Makkabäer-kämpfen vernommen haben, wie sie innerhalb des judäischen Kreises alsinteressanter Gesprächsstoff von Mund zu Mund circulirten, und diese hat erohne pragmatischen Leitfaden, sondern wirr durcheinander und mit Wunder-märchen garnirt zusammengetragen. Das Märtyrerthum Eleasar's und derMutter mit sieben Kindern, dem doch etwas Historisches zu Grunde liegen muß,ist ohne Zweifel in Antiochien vorgegangen <vergl. o. S. 317 N.).
Man darf sich daher durchaus nicht auf das Zeugniß dieses Buches, derAnekdotensammlung, bezüglich der Makkabäerkämpfe berufen, wo es gilt, einDatum genau zu fixiren. Chronologische Präcision lag ihm ferne. DieEntweihung des Tempels dauert bei ihm nur zwei Jahre <10, 3,. Die Zeitzwischen dem Friedensschluffe Eupator's-Lysias' mit Juda und der Rückkehr desDemetrios, deren kaum zweijährige Dauer seststeht, nähmlich während desSabbatjahres 149/150 8ol. und Nov. 151 8s1., dehnt Makkabb. II auf dreiJahre aus <14,1) 97 ry-rry Es ist auch charakteristisch für seine
historische Treue, das es den Landungsplatz des Demetrios, Tripolis, richtigaugiebt, aber in den Nebenumständen unzuverlässig ist, da es ihn mit einergroßen Menge landen läßt, während er nur mit wenigen Personen in denHafen eingelaufen ist <nach Polybius). Daß es Antiochos Epiphanes 148 8ol.