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Geschichte der Juden.
Vermischung mit Moabitern hervorgegangen sind. Denn kann nur be-deuten: „sie haben moabitische Frauen geheirathet". Das RäthsethafteLn? übersetzen XXX «öroÜ!?, d. h. ungefähr nn? oder
Ln^x, was eine enge Verbindung mit Moabitern anzudeuten scheint: „sie sindzu ihnen znrückgekehrt". Auch der Zusatz rnnLini scheint ein Wink
zu sein, „diese Angabe ist alt" und bewährt, es sei nicht daran zu zweifeln.Es ist also nicht zu verkennen, daß die Genealogien für die Zeitgenossen vonWichtigkeit waren. Die Familien, welche der Chronist aufführt L-nrr.-:
(2,54), rnr? ZL ?XLNX L'nswL i4, 8,-, LLwrr L?L? r-n-r<4, 21j mögen noch zu seiner Zeit existirt haben. Die Wichtigkeit der Genea-logien für die damalige Gegenwart ergiebt sich auch aus dem Umstande, daßsie in Ausführlichkeit lediglich von den damals noch existirendenStämmen aufgeführt werden, von Juda, Benjamin und Levi. Dieder übrigen Stämme dagegen sind kurz gehalten. Der Chronist scheint diesenur der Gleichheit halber und nur das, was ihm bekannt war, aufgeführt zuhaben. Bei Manchen der untergegangenen Stämme fügt er außer der Genealogieauch Nachrichten hinzu, die ihm aus einer uns unbekannten Quelle zugekommenwaren. So bei den Simeoniten vor der zwiefachen Auswanderung einigerGeschlechter, bei den jenseitigen Stämmen vor ihren Fehden, bei denEphraimiten vor ihrer Fehde mit den Gethiten. Geschickt führt er denStamm Benjamin zuletzt auf, um von der Aufzählung der NachkommenSaul's den Uebergang zum zweiten Theile seiner Composition zu machen.
Was diesen zweiten Haupttheil der Chronik betrifft, so darf man nichtübersehen, daß er eigentlich mehr die Geschichte des Hauses David, alsdie des judäischen Reiches giebt. David's Nachkommen, deren Regie-rungsweise und Schicksale bilden den Vordergrund. Die NachkommenDavid's führt der Chronist von Serubabel abwärts noch sieben Ge-schlechter !I, 2, 19—24> auf. Die letzten drei, die Nachkommen des Nearja,eines Bruders des Chattusch, gehörten der Zeit nach Esra-Nehemia an.Denn Chattusch ist mit Esra nach Judäa ausgewandert. jEsra 8, 2;. Dieletzten Nachkommen Sernbabel's, d. h. des davidischen Hauses, müssen alsonoch Zeitgenoffen des Chronisten gewesen sein, und wenn diese nur bis unge-fähr 400 vorchr. Zeit hinabreichen <Berth. Einl. S. XXIV. u. Erklär. S. 32j,so hat der Chronist in dieser Zeit und für diese Zeit geschrieben. Denndie sieben Söhne des Eljoenai, welche die letzten Glieder von Serubabeloder David bilden, können doch nicht sämmtlich vor der Abfaffnngszeit derChronik mit dem Tode abgegangen sein, vielmehr müssen sie noch zur Zeit desChronisten gelebt haben. Darum führte er sie mit Namen auf. Er giebt alsogewissermaßen an: Von den Enkeln Sernbabel's seien Chattusch und seineBrüder mit Esra nach Judäa gekommen. Von Chattusch waren keine Nach-kommen aufzuzählen, wohl aber von seinem jüngern Bruder Nearja: dieserhatte drei Söhne, und der älteste derselben Eljoenai sieben. Bemerkenswerthist dabei folgender Umstand. Während der Chronist von den lebenden Gliederndes Hauses David eine ausführliche Genealogie giebt, fertigt er die Gliederdes hohenpriesterlichen Hauses kurz in zwei Versen ab Mehem. 12, 10—11>