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Geschichte der Juden.
nicht von diesen Sekten negirt worden. Allerdings ist sie in Ps. 17,15 ange-deutet: "--on "pn: n;' 2 wx n?nx ^:x und eben so Ps. 16,9 —11 ^i-xwi- x': 'I ''-lw- rx: auch Ps.49. Allein diese Psalmen
können recht gut nachexilisch sein. In dieser Zeit, in welcher das Buch Danielentstand, war die Anastasis bereits vollständig heimisch geworden. — Mit derAuferstehung wurde die Vorstellung von x^n ül-ir, der zukünftigen Neuge-staltung der Welt, « verknüpft, wie aus der alten Mischna
iSynhedrin X, 1> hervorgeht: ifix' . . x^n cm? w'' l-x^^"' h:
z^xi z-2 ^x ^-o^xm :x-m pfin vnn z^x^
Li^ip^rxi 's. „Wer die Auferstehung leugnet, soll keinen Antheil an
ihr haben, daher keinen Antheil an der zukünftigen Welt haben".
lieber die ausführliche Behandlung der Auferstehung, als Zeit des SiegesAhura-Mazda's über Angro-Mainyus und ihr Verhältniß zur judäischen Es-chatologie kann noch kein gesichertes Urtheil abgegeben werden. Da die persischeLehre von den letzten Dingen dabei eine außerordentliche Persönlichkeit —Caoshyans, einen Nachkommen Zarathustras, hineinzieht, was gar nicht inden Elementen der Zendreligion liegt, so scheint diese Vorstellung aus demJudenthum entlehnt zu sein. Eaoshyaus soll dem Messias entsprechen, undauch die talmudische Agada bringt das messianische Reich mit der Auferstehung inVerbindung. Ueberhaupt enthält das Kapitel in Bnndehesch von den letztenDingen (Kap. 31j sehr viel Verwandtes mit agadischen Elementen. Vergl. überdiese Seite der Auferstehungslehre Spiegel Avesta I, Einleitung S. 22 fg., III,S. I-XXV fg. und eranische Alterthümer II, S. 160.
Analogien zwischen eranischen und judäischen Anschauungen und Riten giebtes so viel, daß H. Shorr auf die Idee gekommen ist, fast die ganze Bibel undden ganzen Talmud aus dem Zendavesta abzuleiten. Allein wenn man auchnicht läugnen kann, daß der babylonische Talmud, größtentheils entstandenunter dem Einfluß der Sassaniden, sehr viele eranische Elemente enthält, sofolgt daraus nicht, daß diese auch schon früher in die judäische Sphäre ein-gedrungeu sind. Bei solchen Vergleichungen von Aussprüchen und Gesetzes-vorschriften kann man nicht genug Vorsicht gebrauchen. Hier handelt es sichnachzuweisen, was in der sopherischen Zeit aus'dem Parsismus in das Juden-thum eingedrungen ist und welche Veränderungen dadurch in Denkweise, Sittenund Gesetzen entstanden sind. Bei Ermittelung dieser Frage muß man sichstets gegenwärtig halten, daß die palästinensischen Judäer der nachexilischenZeit doch eigentlich wenig in Verkehr mit Persern gekommen sein können.Sie sahen von Zeit zu Zeit den persischen Pechah oder Satrapen mit seinemGefolge, aber mit dem Volke kamen sie doch wenig in Berührung; sie warenvielmehr mit ihrem eigenen Wesen abgeschlossen. Zeigt sich ein eranischerEinfluß unter ihnen, so kann er nur durch Vermittelung der in Persien leben-den Judäer eingeführt worden sein. Diese waren allerdings von eranischerAtmosphäre umgeben und ihrem Eindringen ausgesetzt. Durch den häufigenVerkehr der auswärtigen Judäer mit den einheimischen können eranischeElemente auch in Jerusalem bei den Ton-angebenden Persönlichkeiten Ein-gang gefunden haben. Beachtet man den conservativen Charakter deS Juden-