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Geschichte der Juden.
Die xru (Könige I, 21,19) brauchen nicht gerade eine Engelschaar zu
sein. Vergl. Psalm 104, 4: ^ni- -X i^rxi-rr nw". Die
e^nhx, ferner n^rxi-v, und in Hiob könnten allenfalls
als Engel gedacht sein, aber das Buch Hiob gehört der exilischen Zeit an.Erst in der nachexilischen Literatur ist die Angelologie voll ausgeprägt undmit persönlichen und dauernden Eigenschaften geschildert. Ausführliches darüberhaben Alex. Ko Hut, die jüdische Angelologie und Dämonologie in ihrer Ab-hängigkeit vom Parsismus (1866) und H. Shorr, in der Zeitschr. lla-Obulur.Jahrg. 8 <1869) zusammengestellt. Man kann aber bei solchen Vergleichungennicht vorsichtig genug sein, um nicht in Spielereien und Extravaganzen zu ge-rathen. Daher soll hier nur das Augenscheinlichste aufgestellt werden.
Die Erzengel als r^ren ''rx'?- oder -nx',? sind sicherlich den
Amescha-Cpenta's uachgebildet. Diese bildeten mit Ahura-Mazda zusammen eineSiebenzahl (Sp. er. Alterth. II, 27fg. 30); dem entsprechend wurden sieben Engelangenommen (Tobias 42, 15): k/w etx, ix räi-- irrr«
ii-wrrror- roü ä/t'or- d. h. die vor das Angesicht Gottes kommen
dürfen, >mxi-- 2 . Jeder derselben wird in der talmudischen Literatur "0genannt. Die Siebenzahl der Engel scheint schon bei Zacharia >4,10b>vorzukommen: ^xn nr:n 'n ni-x Nun die L.-A.
kann nicht richtig sein, da V? Isininin. ist und das Prädikat raasonlin. ge-braucht wird. Man muß wohl wohl dafür 'n ^ 12 " lesen, mit Kohut zulesen ist unthunlich, da dieser Ausdruck chaldäisch ist. Von diesen Engeln wurdenzwei in Daniel genannt i-x-^ und bei Tobias und im Talmud hxo->,
der „Heilengel." In Numeri Rabba lll p. 211 ä) wird neben den dreien nochhx-^ix genannt. Dieser ist identisch mit ->w (Bernchot p. 51a);
es ist nur eine andere Aussprache des Spiritus mit S., wie Urian und Surjanim Henochbuche. scheint mit Mithra identisch zu sein, wie Kohut und
Shorr angeben; das wäre also der fünfte Hauptengel. In Denteronom.RabbaXIgegen Ende wird genannt vin-o ^ i-w nsivi 21 i-xrrar; er nimmt also einehohe Stellung ein. Als der siebente dürfte wohl hx^rmx (Berachotla) an-zusehen sein. Die Namen der Engel sind eben so Abstrakta wie die der sechsAmescha-Cpentas. Es ist aber gewagt, vermittelst der Etymologie oder derihnen beigelegten Eigenschaften die Analogie der Erzengel mit den Amescha-Cpenta's durchzuführen. — Die Bedeutung dieses Namens soll lnach Spiegeldas. S. 28) „die unsterblichen Heiligen" sein. Davon kommt wohl in Daniel dieBezeichnung vu^-ip her. Mithra und Craoscha werden als nie Schlafendegeschildert (vergl. S)acna56, VII, 3, Spiegel das. S. 89). Bei Daniel werden die Engelgenannt, die „Wachenden." Daraus ergiebt sich, daß diejudä-
ische Nachbildung der Amescha-Cpenta's sich nicht streng an die in dieser Heptadeoder Hektade gegebene Analogie gehalten hat, sondern auch aus andern Sphärender eranischen Mythologie entlehnt hat. Wie diese eine große Zahl Dzatas(Jezids) annahm, so wird auch in Daniel Myriaden Gottesdiener vorausgesetzt.
Die dunkle Seite der eranischen Anschauung fehlt selbstverständlich in derjudäischen Literatur auch nicht, und hier ist die Entlehnung noch frappanter.