Note 14.
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ich herbei mit Lobpreis die Herren des Himmlischen." Immer dieselbe langweiligeLitanei mit Zaothra und Berecma. Dieses heilige Bündel gebrauchten dieMagier unter den Persern beim Gottesdienste zur Zeit Strabo's, der ihn ausErfahrung kannte idas. 3, 14): IkTrrmi- Xttrk/Ni'rxx.
Und dieses Berecma war im Gebrauch bei den Magiern, Skythen, Medern,und überhaupt bei allen eranischen Völkern lLodol. Mo. Uror. 613).
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Der Genius Eraoscha war es, „der zuerst das Berecmazusammenband, drei Zweige, fünf Zweige, sieben Zweige, neun Zweige" <S)acnaS6,genannt ^rosb-Vosdt, 2, 2). Der magische Ursprung des Eranismus ist un-widerleglich.
Daß dieser nach seiner theologischen Seite keinen Einfluß auf den Gottes-begriff des Judenthums hat üben können, liegt so sehr auf der Hand, daßman jene Ansicht, welche die Ausbildung desselben eranischem Einfluß im baby-lonischen Exils zuschreibt, nur absurd nennen kann. Der Erste, welcher Be-kanntschaft mit dem eranischen Dualismus verräth, der Verf. des Deutero-Jesaia, pointirt zugleich den Gegensatz, der zwischen diesem und dem judäischenGottesbegriff besteht. Er sagt von Cyrus im Namen Gottes aus: „Ich habedich berufen, und du kennst mich nicht, damit sie von Sonnenaufgang bisZonnenniedergang wissen mögen, daß es außer mir keinen giebt .. der ichdas Licht und die Finsternis; gebildet, der Glück und Unglück geschaffen, ichJhwh thue alles Beides" lLesaia 45, 4—7). Bemerkenswerth ist dabei, daßDeutero-Jesaia noch vor Cyrns' Sieg über Babel das persische Religionssystemgekannt haben muß. In der Eulogie über die Wohlthat des Lichtes, die höchstwahrscheinlich aus sopherischer, d. h. nach-Nehemianischer und vor-makkabäischerZeit stammt, wird ebenfalls der persische Dualismus negirt: xn^i -iix nx'M"X x»r^i cih- i-N. Die antagonistische Absicht ist in dieserEulogie unverkennbar. Bei der Eulogie über das Licht lag den unter per-sischer Herrschaft lebenden Judäern die eranische Vorstellung von dem LichtgottAhurn-Mazda nah. Diese sollte also negirt werden: Das Licht sei keine selbst-ständige göttliche Substanz, sondern ein Geschöpf des einigen Gottes, wie alleNaturwesen, und es bestehe kein Dualismus in der göttlichen Sphäre.
Abgesehen von dem Gottesbegriff hat indes die Zendreligion einen mächtigenEinfluß auf die Dogmatik des Judenthums und auf die Praxis ausgeübt. DieAufnahme der Angelologie und Dämonologie ist bekannt. Ein talmudischer Autorhat selbst die Bemerkung gemacht, daß die Namen der Engel von den Exulantenaus Babylonien eingeführt worden seien lJerus. Losolr Im-8odana I, p. 56ä.u. eine a. St.): i---? ^x n-ox umpl- "a
Aber nicht blos der Name, sondern der ganze Begriff Engel stammt aus era-mscher Anschauung; denn der ^x'?-o in der ältern vorexilischen biblischen Lite-ratur— abgesehen, das; der Name auch für Propheten und menschliche Sendbotengebraucht wird — hat keine persönliche Selbstständigkeit, sondern wird lediglichals Wesen aufgeführt, das von Gott zu einem bestimmten Auftrag gesendetwird, nach vollzogenem Auftrag nicht mehr vorhanden ist <vergl. B. 1,1. S. 460).