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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

heit, welche die Gramsten in der Zendreligion fanden, ist eben so wenig be-gründet. Im Grunde liefen die Ceremonien, Riten, Anrufungen und das ganzeGesetz darauf hinaus, die Macht und den Einfluß des Höllengottes Angro-Mainyus abzuhalten und abzuwehren. Alle Opferhandlungen waren lediglichtt?rornö7r«i gegen Ahriman, um das von ihm drohende Unheil abzuwenden.Die Gesänge der Magier bezeichnet Strabo richtig als Zauberlieder, diesie, die Ruthenbündel von Tamarisken in der Hand haltend, längere Zeit zusingen pflegten (XI, 3,14): rür-<n TrmoS-'rttt (ol Das Ge-

setzbuch der Perser weist ja durch seinen Namen seinen Zweck an, Vendidadd. h. (nach Spiegel's Erklärung I. S. 287): Vl-Vnsvn-Vütn,das Gesetzgegen die Daevas, die bösen Genien, gegeben" um ihre Zaubergewalt abzu-wenden.Das Gesetz, das gegen die Daevas gegeben, preisen wir." (DacnaVI, 42 u. a. St.). Der Genuß vom Safte des Haoma diente zum Tödten derDaevas" das. X, 14). So waren der Gottesdienst und das Gesetz der Eranierlediglich aus Rücksicht auf das böse Princip eingerichtet. Wenn Ahura-Mazdaund die übrigen Götter und Genien angerufen wurden, so geschah es lediglich umderen Hilfe gegen die Gewalt des Bösen und seiner Creaturen zu erwirken.Mit einem Worte, die Theologie der Eranier war Magierthum oder Zauber-formeln und Riten, um böse Einflüsse abzuwenden.

Die Bewunderer des Eranismus können diese Thatsache nicht ableugnen,suchen ihn aber von den häßlichen Elementen rein zu machen. Sie nehmenzwei verschiedene Bestandtheile in demselben an, einen würdigen, erhabenen,welcher von den Ariern, und einen unwürdigen, häßlichen, superstitiösen, welchervon den Magiern oder Skythen stamme. Diese Unterscheidung ist aber nichtstichhaltig; denn die klassischen Schriftsteller identificiren durchweg die Religions-anschauung und religiösen Riten der Perser, Meder und aller stammverwandtenVölker mit der Lehre derMagier." Die Magier oder der Priesterstammbildete nach Herodot einen der medischen Stämme, und ohne ihre Mitwirkungdurfte bei den Persern kein Opfer gebracht werden (Herodot I, 132). Siewaren also die einheimischen Priester und demnach die Schöpfer der Zend-oder Parsenreligion. Es ist unerheblich, ob der Name Magusch, der in DariusInschriften schon genannt wird, auch in den Zendbüchern vorkommt oder nicht.Die Magier werden als Feueranbeter bezeichnet (Strabo XI, 3,15):

Pölor-, 0 t Xttl TivgttrSttt Xttloüi-rttr. Und so werden auch die Priesterin den Zendbüchern genannt: L.tliravn, abgeleitet von ütavö Feuer, d. h.Feuerpriester, eine Benennung, die auch bei den Indern Vorkommen soll (Spiegeldas. II puA. VI u. a. St.). Würde es noch eines Beweises für die Identitätvon Eranismus und Magierthum bedürfen, so würde es der Gebrauch desmantischen Reiserbündels unwiderleglich beweisen. Das Berecma oder Barsomspielt in den Büchern des Avesta und bei den religiösen Riten der Persereine Hauptrolle neben dem Weihwasser (Zaothra). In Dacna und Wisperedwerden sie oft als zum Ritus gehörig angeredet (Dacna II, 2sg.(:Be-recma, ich wünsche dich herbei mit Preis .. Zaothra mit Berecma vereinigt,Berecma mit Zaothra vereinigt, ich wünsche herbei mit Preis", so geht dieLitanei noch weiter (Vispered II, 1),hier mit Zaothra und Berecma wünsche