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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Note 13.

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Zwei Thatsachen gehen aus diesen talmudischen Angaben hervor, einmal,daß die assyrische Schriftart aus Assyrien eingeführt und dann, daß sie zuirgend einer Zeit mit einem male anstatt der bis dahin üblichen hebräischenSchriftart, ''"Q" nnv, vertauscht wurde. Eine allmählige Entwickelung durchUebergänge der einen Schriftart in die andere wird durch diese Ueberlieferungrollständig negirt. Sie hält die Einführung für eine Neuerung und sucht siezu rechtfertigen, z. B. dadurch, daß ein nachexilischer Prophet sie gebilligt habe,oder daß ihre Einführung blos eine rsstitutio ut antsa gewesen sei. Die-selbe Tradition haben auch die Kirchenväter Origenes und Hieronymus erhalten.Der Letztere ist zwar kein selbstständiger Zeuge; denn er giebt lediglich daswieder, was er von einem seiner jüdischen Lehrer vernommen hatte <?roloAusxaloatus): Oortum SSt, Lrckrruu soribain . . . post oaptaiu Risrosol^main stinstanrationsin tswpli sub Aorobabsl alias litsras repsrisss, guidus uuuontimur, oum ack illuä usgus toivpus iicksin 8awaritauoruiu st llebrasornmedarastsrss tusriut. Dagegen ist das Zeugnis; Origenes' entscheidend undinstruktiv. Denn er referirt aus dem Augenschein, er habe in alten hebrä-ischen Codices den tetragrammaiischen Gottesnamen in alterSchrift gefunden,nicht in der üblichen. Denn man sagti Esra habe nach der babylonischen Ge-fangenschaft andere Schriftzeichen eingeführt (bei Llouttauoou, Hsxapla I, 86):

k? rorx äxor/Zk'ut rüir-

jrö rorx r-ür-. Pcrni /i.'o ror-

Lmkns-r- /o/)n«<rAerr ucrri ri/i- Er bestätigt nicht nur

die Tradition von der Umwandlung der alten Schriftart in die neue, sonderner giebt auch einen unwiderleglichen Beweis dafür, daß diese Umwandlungmit einem male vor sich gegangen sein muß. Denn er führt als Thatsachean, daß die Kopisten bei Schreibung des Gottesnamens die alten Zeichen bei-behielten. Die Kopisten kannten demnach beide Schristcharaktere und mochtenmir aus religiöser Skrupulosität für das Tetragrammaton die alten Zeichennicht ändern. Wäre die Verwandlung allmälig und stetig vor sich gegangen,daß die ursprünglichen hebräischen Züge nach und nach durch Abschleifung,Ansätze, Oeffnung oder Schließung der Schriftfiguren eine andere Gestalt er-halten hätten, so Hütten die Zeichen für die Gottesnamen keine Ausnahmemachen können, sondern wären mit den übrigen in den Wandlungsproceßhineingezogen worden. Wir sind also berechtigt, als eine von älteren Autorenbezeugte Thatsache festzuhalten, daß die Umwandlung der älteren Schriftzeichenin eine neuere plötzlich zu einer bestimmten Zeit vollsührt worden ist.

Damit ist jene von den Archäologen ganz besonders von Kopp, Hupfeldund de Vogue zäh festgehaltene Behauptung von der allmähligen Ausbildungder neueren ^assyrischen) Schrift aus der älteren lhebrüischen oder altsemitischen),daß diese etwa die Antigua gewesen, jene dagegen eine Curstvschrift gewordenmäre, ein für allemal abgewiesen. Spricht ja auch gegen diese Hypothese die Be-schaffenheit der Schriftzeichen des samaritanischen Pentateuchs. Diese haben dieentschiedenste Aehnlichkeit mit dem phönicischen und dem aus der Mesa-Jnschriftbekannt gewordenen altsemitischen Alphabet. Zugegeben wird allgemein, daß diesamaritanischen Buchstabenfiguren den althebräischen Schriftcharakter repräsen-Graetz, Geschichte der Juden. II. 2. Hälfte. Zg