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Geschichte der Juden.
13.
Die altheliräischen und die assyrischen Schriftzeichen und derenGebrauch für die heilige Schrift.
Eine alte Ueberlieferung, die durch den Widerspruch, die ihr entgegengesetztwurde, um so bewährter erscheint, referirt, die Schriftzeichen, in welchen der Textdes Pentateuch geschrieben war, seien zu einer Zeit cassirt und andere dafür einge-führtworden. Die älteren Schriftzeichen werden als „hebräische Schrift" unddie neueingeführten als „assyrische Schrift" bezeichnet. Diese Umwandlungoder Neuerung führen die Quellen, welche sie tradiren, auf Esra zurück, nureine läßt sie von einem der nachexilischen Propheten billigen. Der Tradentdieser Nachricht stammt zwar aus der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts,R'Jose; aber aus dem Widerspruch, der seiner Ansicht entgegengesetzt wurde,geht hervor, daß seine Tradition älter sein muß. Diese Tradition findet sichin drei Stellen (Tosifta Synhedrin IV.: Babli Synhedrin p 21b—22a undjerus. Megilla I, p. 71 cl unten), am deutlichsten in Babli: vx . . n-aix '»Innn jxnr" s>") i-w i-" xi-w ^ l-r' und zwar
vorangehend von einem Amora: n^^iLx nwn bx^w^h nninN^^IWX x^rr n^rn. Als Antagonist dieser Ansicht
wird Elieser aus Modin aufgeführt, welcher behauptete: die Schrift sei niemalsverändert worden, niinn ''^vrex Rabbi Jehuda Ha-Näßi, der
sich der Thatsache von der Verwandlung nicht verschließen und doch sich einesunbehaglichen Gefühls nicht erwehren konnte, daß eine solche Neuerung je ein-geführt worden sein sollte, glich diesen Widerspruch dahin aus: die Thora seizuerst in der assyrischen Schrift gegeben, durch Versündigung des Volkes seisie später in eine andere Schriftart Manch umgewandelt, durch das Verdienstin Esra's Zeit sei die alte Schrift wieder hergestellt worden. n^nirex -in'X
zni- -svnr X-N2 IV'WNI zni- ">X2Nr::"l n:n:.
Dagegen referirt N' Elieser Ben-Jakob, ohne den Widerspruch zu berühren, daßeiner der Propheten, welche, aus dem Exils zurückgekehrt, über die Stätte desAltars und noch Manches Andere Belehrung ertheilt hätten, das Verfahrengebilligt habe, daß die assyrische Schrift eingesührt wurde iSebachim p. 62a):vni- nnx zr: n-i-- ^-oix -prw zn -n:'l-x ''
nninn b" r:n^ nnxi ... i>". Bis in das
zweite nachchristliche Jahrhundert war im judäischeu Kreise die Bekanntschaftmit beiden Schriftarten vorhanden, und gesetzlich wurde ein biblisches Buch mirdann für heilig angesehen, wenn es in assyrischen Schriftfiguren geschrieben warMischna Zabim IV, 7): i:"nx ^x xn^r: i^x
^»>iLx nr xnn'r lauch a.a. St.). Als Grund der Benennung assy-
risch geben diejenigen, welche die zu einer bestimmten Zeit erfolgte Einführungdieser Schriftart behaupten, an, sie sei aus Assyrien mitgebracht worden lTosiftaa. a. O. und a. St.), ^iwx-o ^-rrx n-ox x^p: Die-
jenigen Autoren dagegen, welche für das hohe Alter derselben eiutreten, gebendie Benennung ^inrx zu, deuten sie aber willkürlich: ">"-x i-o'r: x^p: nvm