Note 12.
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Ankunft am Meisten gelitten haben müssen, da dieser bei seiner Ankunft geradedie Seite, wo die genannten Thore waren, in Augenschein genommen und aufdie Befestigung dieser Seite am meisten Sorgfalt verwendet hat. Bei jeder Be-lagerung Jerusalems kam zuerst die Nordwestseite an die Reihe, weil hier keineHöhen sind, und der Angriff leichter war, während von der Süd- und Ostseitehohe Hügel erstürmt werden mußten. Diejenigen also, welche vor Nehemia'sAnkunft in die Mauern Breschen gebracht haben, haben also wahrscheinlich dieam leichtesten zugängliche Seite angegriffen, d. h. die Nordwest- und Westmauern.Das Tiefthal- oder Schluchtthor x^un hat allerdings zum Thal oder derSchlucht Hinnom geführt, wie allgemein angenommen wird, aber nicht an derWest-, sondern eher an der Südseite, da das Hinnom nur in dieser Richtunglag, wie Hieronymus richtig angiebt; vergl. Bd. II, 1. S. 152. Die Lage derThore Jerusalems in der nachexilischen Zeit war demnach:
1. r-.iL-xn Schuttthor, im Westen.
2. Quellenthor, ebenfalls im Westen nach Süden zu.
3. Wasserthor, im Osten.
4. Ephraimthor, im Westen nach Norden zu.
5. nr-e.', das alte Thor, bei Josephus ljüd. Kr. V, 4, 2>
genannt, im Nordwesten oder Norden.
6. Fischthor, im Nordwestern
7. hxxn nr'w, Schafthor, wohl im Nordosten.
8. ^i"w, Mattarathor, im Osten.
9. Noßthor, im Osten.
10. x^n Thal- oder Schluchtthor, im Südwesten zum Thal Ben-Hinnom führend.
Noch bleibt in der Schilderung der Procession bei der Einweihung derMauern ein scheinbarer Widerspruch zu lösen. Die beiden großen Züge mitdm beiden Chören sind, in entgegengesetzter Richtung schreitend, der eine dieWestmauer nach Süden, die Süd- und Ostmauer, und der andere die West-mauer nach Norden, die Nord- und Ostmauer umkreisend, an einem Punkt imOsten zusammengetroffen. Wo sind sie stehen geblieben? Angegeben ist ldas.V. 39>: invLi, daß sie im Osten im Mattarathore stehen ge-
blieben waren. Dagegen heißt es lV. 40j: r^nrx nninn ''NL nt-isLni,daß die Chöre im Tempel stehen geblieben sind. Wie ist das zu verstehen?Nur so ist es zu denken. Die beiden zahlreichen Züge mußten doch an einemPunkte von der Mauer hinuntersteigen. Das ist nun, nach der Angabe, beimMattarathor geschehen. Das Prädicat bezieht sich auf die in zwei Zügegetrennte Volksmenge; diese ist stehen geblieben, um den beiden Anführern,den beiden Chören und den Fürsten Platz zu machen, auf den Tempelberghinaufzugehen und in den Tempel zu gelangen. Die beiden Levitenchöre, welcheM Feier im Tempel anwesend sein mußten, blieben nicht am Mattarathorestehen, sondern zogen weiter bis in das Innere des Tempels und machten erstdort Halt. Diese sich selbst ausdrängende Erklärung ist nur einleuchtend, wennman das Wort nnin richtig auffaßt, daß es den Levitsn-Chor bedeutet. Nachder bisherigen Auslegungsmeise blieb dieses, so wie manches Andere in dieserSchilderung äußerst räthselhaft.