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Geschichte der Juden.
unverzagt aus und trotzten dem Hunger. Jerusalem oder vielmehrdie letzte Zuflucht, der Tempel, war nah daran, wie zur ZeitNebukadnezar's, durch Mangel an Nahrung zu fallen und vielleichtabermals zerstört zu werden. Da errettete ihn ein unerwartetesEreigniß.
Jener Philippos, den der sterbende oder wahnwitzige AntiochosEpiphanes zum Reichsverweser und Vormund seines Sohnes ein-gesetzt, hatte in der Zwischenzeit in Medien und Persien Truppengesammelt und zog auf Antiochien zu, um Lysias die Herrschaft zuentreißen. Sobald dieser im Lager von diesem gegen ihn gerichtetenZuge Kunde erhielt, mußte er daran denken, die in Jerusalemlagernden Truppen seinem Feinde entgegenzuführeu. Er über-redete daher den jungen König, mit den Judäern Frieden zuschließen. Er machte als Grund geltend, daß der Mangel an
Mundvorrath das Belagerungsheer bald zum Abzug zwingen würde.So kam ein Friedensschluß zu Stande (163), dessen Haupt-bedingung war, daß den Judäern unbeschränkte Religionsfreiheitgewährt wurde. Auch die Festung des Tempels sollte verschontbleiben. Der König und sein Vormund beschworen den Vertrag,und darauf wurden ihnen die Pforten zum äußern Vorhofe desTempels zum Einzug geöffnet. Aber sobald sie eingezogen waren,gaben sie eidbrüchig ihren Soldaten Befehl, die Mauern undThürme zu zerstören'), um die Jüdäer ihres letzten Schutzortcszu berauben. Sonst fügten sie dem Heiligthum keinen Schadenund keine Entweihung zu. Lysias hatte Eile seinem Feinde Philipposentgegenzuziehen, der sich indessen der Hauptstadt Antiochien be-mächtigt hatte. So hatten die zahlreichen Kämpfe der Hasmonäerdoch einen günstigen Erfolg erzielt. Die Religionsfreiheit warvorerst gewährleistet, und die Judäer wurden nicht mehr gezwungen,dem Zeus zu opfern, ihre Gesetze zu übertreten und sich mit Unter-
p Das. I, 51 fg. II, 13, 29. Sonderbar klingt Josephus' Bericht ljüd.Kr. 1,1,5), daß Juda damals gar nicht in Jerusalem anwesend gewesen, sondernnach der Toparchie Gophnitica geflohen wäre. Die Erzählung im zweiten Makkabb.,daß Eupator den Tempel geehrt, Opfer darin dargebracht und Juda zum Stra-tegen über das Territorium von Ptolcmais bis Gazara eingesetzt habe, ist sagen-hafte Ausschmückung. Das. V. 24 muß nämlich statt: «?rö /TrolxurrlüoL räii'(oder nach der syr. Vers, gelesen werden: ini:
Ebenso sagenhaft ist die Relation, daß die Ptolemäcnser mit dem Friedensschlußunzufrieden gewesen, und Lysias sic habe beschwichtigen müssen.