Belagerung Jerusalem's.
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ein, um von Süden aus cinzudringen. Makkabi konnte nur einigetausend Krieger ins Feld rücken lassen, da er zur Vertheidigungder Festungen, des Tempels und Bethzurs, Besatzungsmannschaftenlassen oder noch verstärken mußte; er mußte sich daher auf Ver-theidigung beschränken. Die Feste Bethzur sollte den Feind langeHinhalten. Ihre Besatzung kämpfte auch tapfer und machte Ausfälle,um die aufgerichteten Sturmmaschinen zu zerstören. Allein siekonnte eine lange Belagerung nicht ausdauern, weil sie nurwenig Mundvorrath hatte, und die geheimen Wege, auf welchenihr Lebensmittel zugeführt wurden, soll ein Verräther Rodokosaus ihrer Mitte dem Feinde verrathen haben. So mußte dieBesatzung von Bethzur, von Hungersnoth geplagt, die Feste demBelagerer unter der Bedingung freien Abzuges überliefern *).Bon dieser Seite frei geworden, rückte das syrische Heer gegenJerusalem. Nun blieb Makkabi nichts übrig, als ihm entgegenzu-treten. Er lagerte bei Beth-Zacharia unweit Bethzur, und alses zum Treffen kam, verrichteten die Judäer wieder Wunder derLöwenherzigkeit. Einer der Hasmonäerbrüder, Eleasar Hawran,kroch unter den Leib eines Elephanten, im Wahne, daß der aufge-putzte Reiter darauf der König selbst wäre, erstach ihn und wurdevon dem getödteten Thiere erdrückt. Aber die Ueberzahl dessyrischen Heeres siegte. Juda zog sich mit seiner Mannschaftnoch Jerusalem zurück und verschanzte sich in der Tempelfestung.Bald rückten Lysias, der König und das Heer ihm nach und be-gannen den Tempel regelrecht zu belagern, Wälle aufzurichten undmit Wurfmaschinen Steine und Pfeile hineinzuschleudern. Judaließ es aber nicht an Gegenwehr fehlen, errichtete ebenfalls Schleuder-maschinen.. Allein da die Belagerung sich in die Länge zog, sowurde der, wegen des Sabbatjahres nicht reichlich vorhandeneMundvorrath von der Mannschaft aufgezehrt. Von Hunger ge-peinigt, verließen die Krieger allmälig durch unterirdische Gängedie Tempelfeste und zerstreuten sich im Lande. Nur Makkabi,seine drei.Brüder und die ihnen anhängende Mannschaft hielten
h Makkabb. I, 6, 2tz fg. Bethzur muß sich schon vor Juda's Entgcgcnrlickcnergeben haben; das. V. 49 schließt sich an V. 31 an, und die Verba habenPlusquampcrfect-Bcdentung. — Von dem Verräther Rodokos giebt nur Makk.Ih 13, 31 Nachricht. Die Erzählung ist aber sehr sagenhaft und rhetorischmisgeschmückt.