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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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wird der Günstling an Haman's Stelle, und beide bewirken denWiderruf des gegen ihre Volksgenossen gerichteten Vernichtungs-bcfehles, oder vielmehr, es wurde den Judäern gestattet, sich gegendie ihnen übelwollenden Nachbarn zur Wehr zu setzen, und sie thatenes auch und tödteten viele ihrer Feinde. Die Statthalter des Königs,sriiher gegen sie eingenommen, wendeten ihnen Gunst zu. So hattesich im Handumdrehen das Blatt gewendet. Wodurch? Durchscheinbar unbedeutende Umstände: die Schönheit eines jndäischenMädchens, die Entdeckung einer Verschwörung, eine schlaflose Nachtdes Königs, gar nichts Wunderbares, und doch wie wunderbar ver-kettet! Können sich ähnliche Umstände nicht wiederholen, um denEntschluß eines launenhaften Königs wankend zu machen und in dasGegentheil Umschlagen zn lassen? Das ist der Lehrzweck des BuchesEsther, für solche berechnet, die sich nicht mehr dem Glauben anwunderbares Eingreifen der Gottheit in das Geschick des jndäischenVolkes hingeben und sich doch von der Ueberzeugung nicht loswindenkonnten, daß es durch eine höhere Fügung erhalten werde. Ist dennober auch die Erzählung von der plötzlichen Errettung der Judäerbeglaubigt? Der Verfasser beruft sich zur Bewahrheitung ans dasWeinfest oder Loosfest, Purim, das die Judäer überall in den festenStädten und auf dem Lande zu begehen pflegten Dieses sei näm-lich zum Andenken an diese Begebenheit eingesetzt worden, und auchin den Jahrbüchern der Könige von Medien und Persien seien diehohe Stellung und die Thaten Mardochal's erwähnt.

Indessen rückte die Gefahr für die Judäer immer näher. AlsAntiochos mit einem Theil des Heeres nach dem Osten gezogen warstK6), hatte sein Stellvertreter Lysias einen Oberfeldherrn auser-koren, jenen Ptolemäos, Sohn des Dorymencs, welcher fürMenelaos lms Wort geredet (o. S. 304), und der Befehlshaber«on Cölesyrien und Phönicien war, und unter ihm zwei UnterfeldherrenNikanor, Sohn des Patroklos, von den Vertrauten des Königs,

Gorgias, einen kriegserfahrenen Führers. Dieser erhieltAuftrag, den Feldzug gegen die judüische Schaar zu eröffnen und

h Bergt, o. S. 254.

-i Makkabb. II, 8, 810 ist das Rangverhältniß der drei zur BekämpfungJudäa's bestimmten Feldherren ausgedrnckt, besser als in I, 3, 38 fg. Gorgiasvor Untcrfcldherr, darum, wird in II. seiner Züge gar nicht erwähnt, sondernAlles auf Nikanor, den Obergeneral, zurückgcfnhrt.