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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

trägt sich mit dem Wunsche, vom König den Tod seines FeindesMardochal, der ihm Anbetung versagte, den Tod am Galgen zu er-bitten. So weit ist der Knoten geschürzt. Bald darauf erfolgt derUmschwung. Der König leidet gerade in der Nacht an Schlaflosig-keit, und diese führt die Entwickelung herbei. Um sich zu zerstreuenläßt sich der König das Erinnerungsbuch vorlesen und findet, daßMardochal durch Entdeckung der Verschwörung sein Leben gerettethat, ohne daß er eine Belohnung dafür erhalten. Er nimmt sichvor, das Versäumte nachzuholen. Am andern Morgen beim Empfangfragt er Haman, welche Auszeichnung einem Mann zu Theil werdenmüßte, auf dessen Ehre der König viel Werth lege. Haman, imWahne, eine-neue Auszeichnung sei ihm zugedacht, will sie so glän-zend als möglich gewährt wissen. Er soll im königlichen Gewändeauf des Königs Prachtroß von dem Vornehmsten der Fürsten durchdie Straßen geführt, und vor ihm soll ausgerufen werden:Sogeschieht dem Manne, auf dessen Ehre der König Werth legt."Haman selbst wird dazu bestimmt, seinen Todfeind Mardochal, fürden er bereits den Galgen hat aufrichten lassen, durch die StraßenSusa's in königlichem Pomp zu führen. Traurig kehrte er in seinHaus zurück, und hier muß er noch die niederschlagenden Wortevernehmen,Wenn Mardochal, vor dem Du eben gesunken bist,vom Stamme der Judäer ist, so wirst Du noch mehr vorihm sinken" >). Sobald dem judäischen Volke das Glück nur zulächeln beginnt, so sei es ein Anzeichen, daß es über seine Feindetriumphireu werde. Das sollte ein Trostwort für die in Todesbangig-keit Lebenden sein. Das Verhängniß ereilt auch Haman alsogleich.Eilig zum Gastmahle der Königin gerufen, was muß er da hören?Die Königin entdeckt ihre Herkunft und fleht den König um Scho-nung ihres Volkes an:Denn wir, ich und mein Volk, wurden

preisgegeben zur Tödtung und Vernichtung. Wären wir nur alsSklaven verkauft worden, so hätte ich geschwiegen; aber der Feindwiegt den Schaden des Königs nicht auf."Wer hat so etwasgewagt?"Dieser verworfene Haman ist der Feind und Wider-sacher." Damit ist sein Urtheil gesprochen. Ahasverus entziehtihm seine Gunst ebenso eilig, wie er sie ihm zugewendet, und erwird an den für Mardochal errichteten Galgen gehängt. Mardochal

Das. 6, 13.