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Geschichte der Juden.
losigkeit, in Unkenntniß des Gesetzes und des Unterschiedes dereigenen und fremden Religionsform. Sie glaubten an die höhereMacht der assyrischen Götter. Menelaos und seine priesterlichmhGesellen dagegen glaubten eben so wenig an Zeus, wie an den GottJsrael's, sie wollten lediglich das judäische Volksthum völlig ver-nichtet wissen. Mit diesem Volksthum waren aber die eigene Gottes-verehrung und der Tempel eng verknüpft. Darum regten sie dieseEntweihung mit vollem Bewußtsein an. — Wie nahm das Volk diesebeispiellose Schändung auf? Wie wird es sich gegenüber den strengenBefehlen des herzlosen Königs und seiner Schergen verhalten, eszu entnationalisiren und von seinem Gotte loszureißen? Eine schwere,verhängnißvolle Prüfung war ihm auferlegt. Es sollte nicht blosmit seiner Vergangenheit brechen, sondern auch mit seinen Lebens-gewohnheiten. Der Tod durch Henkers Hand drohte allen denen,welche das Judenthum öffentlich bekannten. Sie durften sich nichteinmal Judäer nennen 2), und, wie es scheint, nicht einmal ihreeigene Sprache mehr sprechen2).
Siegreich hat das judäische Volk diese erste Prüfung Überständerund sein Bündniß mit seinem Gott und seinen Gesetzen mit Mär-tyrerblut besiegelt. Die Judäer, welche in syrischen, phönicischenStädten zerstreut und in nächster Nachbarschaft mit Griechen wohnten,und in den Bekehrungszwang eingeschlossen waren st, beugten zwar
y Aus Makkabb. I, 4, 42 geht hervor, daß Priester an der Apostasie be-theiligt waren.
2 ) Makkabb. II, 6, 6b orirk
s) Es folgt zwar schon aus dem oben angeführten Citat und aus Makka-bäus I, 1, 41 l,-«, daß es verboten war, sich der eigenen
Sprache zu bedienen; es ist aber deutlicher aus einer anderen Quelle belegt,würde aber zu weitläufig sein, hier daraus den Nachweis zu führen.
4) Es ist nicht daran zu zweifeln, daß die auswärtigen Judäer demselbenZwang unterlagen. Das I. Makkabb. hebt besonders hervor, Antiochos habe fürsein ganzes Reich geschrieben, das Gesetz anfzugebcn >1. 41 fg.) und viele vonIsrael opferten demgemäß den Götzen. Dieses kann sich nur auf Auswärtigebeziehen; denn von denen in Jerusalem und. Juda ist erst später die RedesV. 44 fg.). Dann sagt cs deutlich der, allerdings in seiner gegenwärtigen Gestaltunverständliche V. sM. II, 6, 8): 4k xrr-
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sst-x,!- xai Nicht blos der Plural //rolexiNtwi-ö/M-
ist unsinnig, sondern auch die bereits von Hugo Grotins vorgezogeneL.-A. des alexandrinischcn Textes im Singular giebt