Die Entweihung des Tempels durch ein Zeusbild.
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Zeus') auf dem Altar errichtet, der „Gräuel der Verwüstung",dem fortan geopfert werden sollte (am 17. Tammus — Juli 168 2).
So war denn der Tempel Jerusalems, die einzige Stätte aufErden für Heiligkeit, gründlich entweiht, auch wenn er nicht einTummelplatz der Ausschweifenden geworden wäre, die in seinen HallenSchmausereien und Ungebührlichkeiten mit ihren Freundinnen getriebenHabens. Der Gott Jsrael's war scheinbar von dem Zeus Hellas'daraus verdrängt worden. Allerdings war der Tempel in früherZeit öfter durch scheußliche Götzenbilder entheiligt worden; die KönigeAchas und Manasse halten dem assyrischen Heidenthum die Pfortendesselben weit geöffnet. Aber sie thaten es in einer gewissen Harm-
i> Es ist befremdlich genug, daß die Historiker und Ausleger des Makka-bäerbuches und Daniels die Thatsache in Abrede stellen, daß ein Götzenbild aufdm Altar gestellt wurde. Nicht blos die Mischna bezeugt es<vm. Note), sonderü auch Eusebius und Hieronymus. Eusebius <Chronik z. Olymp.153): in tsmplo .lovis Ol^mpii simulaorum sriAsbut lärm, llebersctzungl, beichmesllus <512, 11): Xttl -/tÜL Vlv.uTrr'ov
t-/ nvräi. — Hieronymus zu Daniel: Volant uutsm sos si^ni-öeari, gui ab ^.ntioobo miss! sunt nt . .. uutsrrsut oultum llsi, st tsmploliisrusalsm «lovis Ol^inpii simulaorum st 1l.utioobi statuaspous-rent, guas nano abomiuatiousm clssolatiouis vooat. Es steht auch eigent-lich im Makkabäerb. 1,1, 51: tTil r» Armin-
»chmor. Es kann ja unmöglich bedeuten, daß sie auf den Altar noch einenAltar gebaut hätten. Wozu das? Und wenn auch, Altäre sind überall imLande errichtet worden, warum soll gerade dieser Afteraltar v'aiw? "ipw ge-nannt worden sein? Weist ja auch das Beispiel in Daniel von dem goldenenGötzenbilde, das auzubeteu alle gezwungen worden seien, darauf hin, daß vonAntwchos die Adoration einer Statue befohlen worden sein muß. Der Ueber-jktzer des Makkabb. hat die Forscher irre geführt mit der Hebersetznng: idxocka-Im Original kann nur gestanden haben: "ipw dieser
las aber Daher der Jrrthum, der sich schon bei Josephus findet. Die
Bezeichnung bei Daniel für dieses Factum bedeutet nicht „bauen," sondern etwas«auf den Altar setzen, stellen, geben" <8,13): ^r- rr-aw rwvml; <11,31):nv'-"- <12,19): ü-aw )'lpw Das. <9, 27) muß man noth-
wmdig lesen -, <)"lp-) ln^rrrnj Sachgemäß bezieht der
Talmud die Tradition vom Aufstellen des Bildnisses im Tempel auf diesenDanielischcn Vers lTaauitp. 28 b). rr-aw -pipw ?^:'2 .
2) Vergl. die Abhandlung im Programm des Breslauer jüd. theol. Semi-nars, Jahrg. 1862: Dauer der gewaltsamen Hcllcnisirnng, wo nachgewiesen ist,dass die Entweihung nicht am 25. Kislev, sondern am 17. Tammus stattge-Mdm haben muß; sonst käme die 3^ Jahre dauernde Entweihung, welchevon der ältesten Quelle bezeugt ist, nicht heraus; vergl. weiter.
V) Makkabb. II, 6, 1.