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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Antiochos' Religionsverfolgung.

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lichen Lage abzuhelfcn, verfiel er auf einen neuen verruchten Rath-schlag. Das Judenthnm, Gesetz, Lehre und Sitte sollten aufgehobenund dessen Bekenner gezwungen werden, den griechischen Cnltusanzunehmeni). Antiochos in seiner Verbitterung und in seinerWuth gegen Beide, gegen die Judäer und ihre Religion, erfaßtediesen Rathschlag und ließ ihn mit der ihm selbst unter Spielereienund Vermummungen eigenen Zähigkeit ins Werk setzen. Das judäischeZoll sollte sich hellenisiren und dadurch zu ihm treu halten, oder,«im cs sich seinen Befehlen widersetzen sollte, dem Tode geweiht«den. Denn diese Widersetzlichen würden eben dadurch ihre Ab-neigung gegen ihn und ihre Zuneigung zu dem ihm verhaßtenägyptischen Hof bekunden. Aber nicht blos dem judäischen Volkewollte er damit beikommen, sondern auch die Ohnmacht des Gottes,dem es so treu anhiug, offenkundig machen. Ihm, dem die Götterseiner Väter gleichgiltig waren, und der überhaupt vor keinemgöttlichen Wesen Scheu hatte, klang es wie ein Hohn gegenihn, wenn das judäische Volk im Großen und Ganzen in denblutigen Verfolgungen, die er bereits über dasselbe verhängt hatte,noch immer ans den Gott seiner Väter hoffte, daß Er den hoch-nmthigen Lästerer zerschmettern werde. Diesen Gott Jsrael's wollteks herausfordcrn und ihn überwinden. So erließ Antiochos einenBefehl, durch Boten für alle Städte Judäa's überbracht, daß sämmt-liche Judäer aufhören sollten, die Gesetze ihres Gottes zu befolgen,n»d nur den griechischen Göttern fortan opfern sollten. Ueberallsollten Altäre und Götzenbilder zu diesem Zwecke errichtet werden.Ilm dem Judenthum so recht ins Herz zu treffen, verordnete Antio-chos, daß unreine Thiere und besonders Schweine, die Thiere,welche nach dem Gesetze und der eingelebten Gewohnheit als beson-ders unrein galten, als Opfer dargebracht werden sollten 2).

Dreierlei Zeichen des religiösen Lebens, wodurch die Judäersich augenfällig von den Heiden unterschieden, wurden besondersbei schwerer Strafe untersagt: die Anwendung der Beschnei-dnng, die Beobachtung des Sabbats und der Feiertagedurch Ruhenlassen der Arbeit und festliches Begehen derselben, und

h Was sich aus dem Gange der Thatsachcn crgicbt, bezeugt Joscphus aus-drücklich, das; Mcuelaos Antiochos den Gedanken insinuirt habe, die Judäer ge-waltsam zu hellenisiren <Alterth. XII, 7, 9; s. 0 . S. 305 N-).

-I Makkabb. I, 1, 47.