Antiochos' Wüthen in Jerusalem.
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achtung gegen den Gott, der darin verehrt wurde, kund zu geben, ließalles Werthvolle daraus entfernen, den goldenen Altar, Leuchter, Tisch,alle goldenen Geräthe und den Tempelschatz, so viel davon noch übriggeblieben war. Menelaos diente ihm als Führer bei dieser Tempel-schändung i). Gegen den Gott Jsrael's, dessen Allmacht seine Bekennerso sehr priesen, und der den von ihm ausgeübten Frcvelthaten gegenüberohnmächtig schien, stieß er mit frechem Munde höhnische Lästerungenaus^. Um den Mord an Unschuldigen und den Tempelranb zubeschönigen, verbreitete er eine Lügengeschichte, zusammengewobenaus Selbsttäuschung, Eingebungen seines Helfershelfers Menelaos»nd geflissentlicher Erfindung, welche das Judenthnm unter den ge-bildeten Völkern für eine geraume Zeit in Verruf brachte. Antiochosverbreitete: Er habe im Allerheiligsten des Tempels das steinerneBild eines Mannes mit einem langen Barte wahrgenommen.Dieses Bild habe ans einem Esel gestanden und habe ein Buch inder Hand gehalten. Er habe es für ein Abbild des GesetzgebersMose gehalten, welcher den Judäern menschenfeindliche, abscheulicheGesetze gebracht, sich von allen Völkern fern zu halten und ihnenkein Wohlwollen zu erweisen. Hatte Antiochos wirklich ausgesprengt,das steinerne Bild ans einem Esel im Tempel gesehen zu haben?Lder verstand er darunter eine Unterlage von Stein, die sich aller-dings im Allerheiligsten befand? Genug, es wurde unter Griechen undRömern verbreitet, Antiochos habe im Tempel einen Esclskopf ausGold gefunden, dem die Judäer eine hohe Verehrung zollten, daßsie also Eselsanbeter wären 2). Antiochos hat wahrscheinlich nocheine andere abscheuliche Lüge zur Anschwärzung der Judäer ver-breitet oder wenigstens Veranlassung dazu gegeben: Er habe imTempel einen Griechen in einem Bette liegend gefunden, der ihn»»gefleht habe, ihn zu befreien. Denn er werde in einem abge-schlossenen Orte aufbewahrt und genährt, um an einem bestimmtenTage geopfert zu werden. Jedes Jahr pflegten die Judäer einenGriechen ans dieselbe Weise zu schlachten, von dessen Eingeweide»
>, Makkabb. I, 1, 20-24; II, 5, 11-16.
'i Makkabb. I, 1, 25: Xttl Daraus
Wt Daniel öfter an; 7, 25: x-:" 12 s 8, 25: —r rr'i
11, 36: --x-r: -ni-' --.-x -x
ch Diodor Illcloxas bio. 34; Josephus contra Tl-pionsm II, 8, vergl.Romtsschrift, Jahrg. 1872. S. 194 fg.