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Geschichte der Juden.
Sitten bekannt war, mit der heiligen Würde des Hohenpriesterthuinsbekleidet sein sollte. Die geheiligte Ordnung war dadurch umgekehrtWohin sollte dieser Bruch mit der Vergangenheit führen? SelbstBewunderer des griechischen Wesens und Neuerungssüchtige warmmit Menelaos' Wahl zum Hohenpriester unzufrieden. Es waren theilsdie Anhänger Jasons, die mit Unmuth dessen Amtsentsetznng ertrugen,theils die Halben, welche mit dem Jndenthum nicht völlig brechenmochten. Die Unzufriedenen mußten aber an sich halten, weil sieden anwesenden syrischen Beamten und die unter ihm stehendecyprische Truppe fürchteten. Aber es herrschte in den Gemütherneine so tiefe Aufregung, daß sie bei der ersten Gelegenheit zumAusbruch kommen mußte. Menelaos führte sie herbei. Er hattedem König als Entgelt für das Diadem mehr versprochen, als erhalten konnte. Darüber war Antiochos erzürnt und lud ihn, sowieden gegen ihn nachsichtigen Sostrates zur Verantwortung vor sich.Er mußte sich also in Antiochien einstellen, ließ seinen ihm anGesinnungslosigkeit ähnlichen Bruder Lysimachos als Stellvertreterzurück und entwendete aus dem Tempel Weihgeschenke, aus derenErlös er die rückständige Summe zu ergänzen beabsichtigte. Er trafglücklicherweise den König nicht an, der inzwischen nach Cilicien ge-zogen war, um dort ausgebrochene Unruhen zu dämpfen, und einenseiner Günstlinge, Andronikos, als seinen Stellvertreter hintcr-lassen hatte. Diesen wußte Menelaos durch kostbare Weihgeschenkeaus dem Tempel für sich zu gewinnen. Von dieser Frevelthat erfuhrder abgesetzte edle Hohepriester Onias III., welcher noch immer inAntiochien weilte. Er erfuhr auch, daß der Schändliche andre Tempel-gefäße in Tyrus und anderen phönicischen Städten zu Geld geschlagenhatte. Ereifert darüber, klagte er Menelaos des Tempelraubes an,
eine Frau aus derselben zur selben Zeit vom Judenthum abgefallen war ivergl.Note 15). Endlich spricht dagegen der Umstand, daß der Erzähler mit derAngabe, Simon sei von dieser oder jener Abtheilung gewesen, etwas Unwesent-liches hinzugefügt haben müßte. Allerdings giebt keine Quelle ausdrücklich an,daß Mcnelaos nicht vom Priesterstamm gewesen; der Ausdruck Makkabb.il, 1,25oölllr- «Ltor- got'gair-, kann nämlich auch bedeuten, daser moralisch dazu unwürdig gewesen sei. Eher noch könnte die Bezeichnungdas. 13, 8 angeführt werden, daß Menelaos sich vielfach an dem Altar ver-gangen hat, Troll?« TrxxU rör- Besonders spricht gegen
Menelaos' Abstammung von Ahron, weil die Chaßidäer Vertrauen zu Alkiinosfaßten, weil er vom Stamm Ahron war Wakkabb. I, 7,14) und mit ihnennicht so arg verfahren würde, wie es Mcnelaos gethan.