Jesua Sirach.
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„Vieles mögen wir sagen,
„Und nicht werden wir ihn erfassen,
„Das Ende der Wortei „Das All ist Er."
„Alles schuf der Herr,
„Und den Frommen verlieh er Weisheit."
Nach dieser Einleitung führte Sirach die geschichtlichen Persönlich-keiten aus der israelitischen Vorzeit vor die Seele seiner Leser undverweilte am längsten bei denen, deren Tugenden oder Frevelthatenihm geeignet schienen, den Nachkommen als Muster oder als ab-schreckendes Beispiel zu dienen:
„Einige hinterließen einen Namen,
„So daß man ihr Lob verkündet,
„Und Andern blieb kein Gedächtniß,
„Und sie wurden, als wären sie nicht gewesen."
Mit Enoch, „der das Beispiel der Reue gegeben," eröffnete erdie Reihe, dann folgt Noa, „der Gerechte zur Zeit der Fluth," Abra-ham, „der Vater einer Menge Völker, der das Gesetz des Höchstenbefolgte," Isaak und Jakob, „die Stammväter der zwölf Stämme,endlich Mose, „geliebt von Gott und Menschen," den er an Ruhmden Heiligen gleichstellt. Länger noch als bei Mose verweilt dieSchilderung des Spruchdichters bei Ahron, als Heiliger seinemBruder ähnlich, dem Gott das Priesterthum des Volkes verliehenund der zum Dienste Prachtgewänder anlegte mit dem Brustschildder Urim und Thummim und dem Diadem:
„Nicht legte sie ein Fremder an,
„Nur seine Nachkommen ganz allein für immer,
„Er erwählte ihn aus allen Lebendigen."
Mit augenscheinlicher Absichtlichkeit erzählte Sirach bei dieser Ge-legenheit den Aufstand der Rotte Kora's gegen Ahron, „der Ver-messenen, die eifersüchtig auf ihn waren in Zorn und Gluth; aberiie wurden durch Flammen vernichtet und Ahron's Glanz wurdeerhöht". Es sollte ein Wink für die Zeitgenossen sein, daß es denEifersüchtigen auf den Hohenpriester Onias, Ahron's Enkel, nicht»ne der Rotte Kora's ergehe. — Eben so lange verweilt dieSchilderung bei Pinehas, Ahron's Enkel, „dem dritten anRuhm," welcher Sühne erwirkte für Israel. Darum wurde mit ihm
Graetz, Geschichte der Juden. II. 2. Hälfte. 19